Rover-Leiter-Lager 2023

Rover-Leiter-Lager Holland 2023 – Tag 13

Zeit vergeht, wie allseits bekannt, auf einer idyllischen Insel besondes schnell.. und so neigt sich auch unser Aufenthalt hier dem Ende zu. An unserem letzten vollwertigen Tag widmeten wir uns noch einmal in vollen Zügen allen schönen Dingen, die es im Lager zu genießen gilt: futtern und schlafen!.. und Segelboot fahren, Spikeball spielen, den mitgebrachten Roman zuende lesen, Holz verbrennen, Hängematte vollpupsen, Kaffee trinken, Hundis streicheln und nicht zuletzt die ersten Zelte abzubauen damit wir morgen nicht in Hektik geraten. Unsere beiden super netten Platzwärte haben sofort angeboten, die ersten vollgepackten Kisten mit dem Motorboot zum Parkplatz zu transportieren und für diesen letzten Bericht auch noch den Laptop in ihrer kleinen Privatunterkunft aufzuladen. Und als ob das nicht schon genug Gastfreundlichkeit gewesen wäre, nahmen sie uns zudem auch bereits zum zweiten Mal mit auf eine ausgiebige Segeltour über den See und übergaben uns auf halber Strecke sogar das Ruder. Michi und Peter bewiesen ihr Potential als professionelle Segler und steuerten das kleine Segelboot mit vollem Tatendrang und grandiosem technischen Fertigkeiten – erstmal Richtung Ufer und setzen das Boot im stinkigem Brackwasser fest. Okay, das passierte zugegebenermaßen erst kurz vor Ende unserer Tour, nachdem die beide bereits 30min ohne Zwischenfall großartig als Team zusammengearbeitet hatten und auch dieser kleine Zwischenfall ließ sich schnell mit sechs im Matschwasser stehenden Füßen und etwas Muskelkraft lösen. Nachdem alle wieder sicher auf unserer Insel ankerten, verlief der restliche Tag in entspannter und besinnlicher Atmosphäre. Aus den letzten Essensresten wurde flott noch ein Stockbrotteig zusammengekleistert und ein denkwürdiges Abendessen vorereitet: Spätzle mit Tomatensoße und zusammengewürfeltem Gemüse.

Und so gibt es eigentlich auch nicht mehr viel zu berichten. Morgen früh werden die Zelte in Langerweher Pfadfindermanier innerhalb einer halben Stunden abgerissen und fachgerecht zusammengefaltet, damit wir danach noch 3 Stunden gelangweilt rumdaddeln werden, bis das Universum endlich für unsere Abreise bereit ist. Dieser Bericht bezeugt damit wieder das Ende eines neuen erfolgreichen Abenteuers unserer kleinen Gemeinschaft und ein weiteres abgeschlossenes Kapitel, an welches wir uns in zukünftigen Lagerfeuerabenden zurückerinnern und dessen lustigsten Momente wir zum Besten geben werden. In diesem Sinne: Het leven is geen zoete krentenbol en keulen en aken zijn niet op een dag gebouwd.

PS: Der/Die Träger*in der falschen pinken Fingernägel, welche unter dem abgebauten Leiterzelt aufgefunden wurden, möge sich bitte melden damit diese rechtmäßig zurückgeführt werden können – vielen Dank!

 

Gut Pfad! Und bis zum nächsten Mal :)

Euer Stamm Langerwehe

 

Rover-Leiter-Lager Holland 2023- Tag 10,11 & 12

Hallo ihr Lieben, Peilo, Judith und Maya hier.
Schöne Grüße von dem wunderschönen Lagerplatz in Jisp, auf dem wir in den letzten 3 Tagen eine wundervolle und ereignisreiche Zeit hatten! Beinahe so ereignisreich, dass man meinen könnte, alle Ereignisse fänden in diesem Bericht leider keinen Platz mehr. Wir werden trotzdem versuchen, euch die interessantesten und wichtigsten Ereignisse mitzuteilen.

Also: Tag 10 (Peilos Reisebericht)
Heute ist der berühmt berüchtigte Ausflugstag, wir besuchen Amsterdam, die bekannteste und größte Stadt in den Niederlanden. Ausflugstag bedeutet vor allem eines und das ist früh aufstehen und Lunchpakete vorbereiten. Dies gelingt so manch einem besser als mir, der natürlich wieder als letztes am Steg erscheint und zu den Booten einsteigt. Nach einer wieder einmal abenteuerlichen Reise über die Ketelsloot, bei der unsere Tagesrucksäcke natürlich nicht von unterschiedlichen Mengen an umherwirbelnden Wassertropfen verschont blieben ging es in die Autos zum Bahnhof in Wormerveer. Von dort aus fahren wir auf direktem Wege nach Amsterdam, wo wir uns in verschiedene Gruppen aufteilen. Meine Gruppe war natürlich die Coolste, denn nachdem wir in einem überteuerten Kleidungsladen einer Marke sind, von der ich anscheinend eine Jacke habe aber ansonsten noch nie gehört hatte, gehen wir auf direktem Weg zum Legostore in Amsterdam. Dort entscheiden wir uns, uns 40 Minuten über die Preise aufzuregen und ich entscheide mich für ein 10€-Star-Wars-Set, mit einem maximal minimierten Raumschiff von Boba Fett samt Minifigur. Andrik entscheidet sich, seine Wunschprodukte billiger im Internet zu erstehen. Dinosaurier. Das nächste Ziel auf unserer Liste ist Beans and Bagels. Es ist nämlich schon mittags und wir haben Hunger. Dort holen wir uns Kaffee, der alles von simplem Cappuccino, bis hin zu gesüßtem Eiskaffee mit Sirup alle Geschmäcker abdeckt und Bagels. Natürlich reicht das Andrik und Michi nicht, daher kaufen sie noch einen Chickenburrito an einem Streetfood-Wagen gegenüber. Der Nachmittag verläuft relativ unspektakulär, wir machen einen Spaziergang an den Grachten. Gegen Abend essen wir wieder alle gemeinsam im „Q Global Kitchen“ und lassen den Abend gemütlich und gesellig ausklingen. Nach dem unnötig frühen Aufbruch, wir nahmen schließlich doch den späteren Zug, ging es wieder mit den Booten flussabwärts auf Lock zum Zeltplatz. Hier konnte wieder entspannt werden und gewisse Vorbereitungen für bestimmte Ereignisse, die gegen Mitternacht erfolgen sollten, getroffen.

Simon

 

Tag 11
Am Mittwoch kam es zu unserem ersten und einzigen Lagergeburtstag. Zwar wurde in Noras Geburtstag reingefeiert, jedoch verabschiedeten sich die Meisten aufgrund des anstrengenden Ausflugstags schon früh. Der Tag startete mit Pancakes für alle (jedenfalls wenn man früh genug aufgestanden war). Im weiteren Verlauf des Tages wurden zahlreiche Workshops angeboten, an denen man freiwillig teilnehmen konnte. Von Aquarell Malen bis zum sogenannten „Hot Take“- Workshop (eine Art Diskussionsrunde über kontroverse Themen) war alles dabei. Besonders letzteres ist sehr gut bei uns angekommen, da sowohl gesellschaftskritische Aspekte als auch Fragen wie welchen Artikel Nutella hat mit Ernsthaftigkeit und Respekt debattiert wurden.
Kurz danach stieß auch Jule zu unserer Gruppe, die direkt Opfer unsere Mückenplage wurde, sodass ihr Auge so angeschwollen war, dass sie nicht mehr richtig sehen konnte.
Zum Abendessen wurde vom Küchenteam ein Curry gezaubert, welches mal wieder allen mundete. Danach ließen wir den Tag mit Feuer und dem ein oder anderen Getränk ausklingen.

Tag 12
Nachdem die Nacht etwas kürzer ausfiel als normalerweise, starten wir 30 Minuten früher als sonst um ca. 8:30 Uhr in den Tag. Dies lag daran, dass mal wieder Ausflugtag angesagt war. Die Rover machten einen Ausflug nach Haarlem und ein Teil der Leiter besuchte das „Naturalis“ Museum in Leiden. In letzterem gab es Dinoskelette, zum Beispiel von einem T-Rex namens Trix, oder auch eine Tierfortpflanzungsausstellung inklusive Videos, welche hier jedoch nicht weiter beschrieben werden können. Alles in allem hat aber allen das Museum sehr gut gefallen und alle fanden es sehr empfehlenswert.
Währenddessen fuhren die Rover mit ausgeliehenen Fahrrädern, inklusive eines Tandems, durch den Nationalpark bei Haarlem. Dies wurde mit einem kleinen Besuch beim Strand verbunden, der dieses Mal um einiges angenehmer war als der Letzte. Zur Krönung des Tages gab es für die erschöpfte Truppe köstliche Pommes und Eis, während die zurückgekehrten Leiter Gnocchis mit Tomatensahnesoße schnabulierten.
Nachdem auch die Rover wieder angekommen waren, kam die Platzwärtin auf uns alle zu und bot eine abendliche Bootstour über die Kanäle für ein paar von der Gruppe an. Bei Sonnenuntergangsstimmung genossen wir die idyllische Aussicht und ließen den Abend zur Nacht werden.

Nun geht unser Lager langsam dem Ende zu und wir wissen jetzt schon, dass wir es sehr vermissen werden.

Maya & Judith

 

Rover-Leiter-Lager Holland 2023- Tag 7,8 & 9

Halbzeit im Sommerlager! Und wie immer kann das nur eines bedeuten.. das Bergfest steht an! Einer absolut nötigen 48 stündigen Erholungsphase und dem personellen sowie technischen Wechsel von Laptops ist es zu verdanken, dass wir die letzten Tage nun in einem Bericht für euch zusammenfassen!

Etwas unüblich wurde das Bergfest und die diesjährige Olympiade zusammengelegt. Bei verschiedenen Challenges mussten sich alle Teilnehmer unter Beweis stellen und mit ihrem Team antreten! Bei Wurfspielen mussten Zielgenauigeit und Präzision unter Beweis gestellt werden, indem kleine Kugeln in kleine Kreise geworfen werden mussten. Bei einem Rennspiel galt es Schnelligkeit, eine schnelle Auffassungsgabe und Bodenhaftung zu kontrollieren! Den Abschluss machte ein Versteckspiel, bei welchem Teamwork und Willenskraft erfordert waren. Wegen der heißen Temperaturen, wurden natürlich alle Wettkämpfer mit ausreichender Hydration versorgt. Da sich die Kamera mit Bildern leider vor dem Hochladen dieses Artikels wieder auf dem Weg in die Heimat befand, können wir euch keine Bilder zeigen. Nach den Spielen kamen endlich auch die letzten Teilnehmer an, welche nun erst zur zweiten Woche am Sommerlager teilnehmen konnten und welche bei erheiterter Stimmung mit den Booten vom Anlegeplatz abgeholt und feierlich begrüßt wurden.

Der Tag nach dem Bergfest stand ganz im Sinne der Erholung. Nach einem offenem Frühstück am Morgen nutzen alle die Zeit sich mit verschiedensten Aktivitäten zu beschäftigen. Während sich die einen nach einem Nutella Brot und einer Tasse starken Kaffes sofort wieder in den Schlafsack verkrochen, entspannten andere in der Jurte und vertrieben sich mit ein paar Workshops die Zeit. Ein Trupp mutiger Abenteurer stürzten sich als Gnome, Dunkelelfen und Dracoide heldenhaft gegen eine Horde blutrünstiger Goblins in den Kampf, nicht alle kehrten lebend zurück aus diesem heroischen Duell… und mussten trotz vergeblicher Rettungswürfe ihren Dungeons and Dragons Charakter zu Grabe tragen. Nicht ganz so lebensbedrohlich aber dennoch aufrüttelnd war ein Sturm der später am Tag über den Platz fegte. Ein Feuer zu machen war so leider nicht möglich, und sogar der alte Falke wurde dabei leicht eingerissen. Nichts was ein paar Streifen Panzertape und ein motivierter Trupp Rover nicht sofort hat lösen können! Auch ohne Feuer kamen wir abends bei gemütlichem Beisammensein und Musik dann schließlich zur Ruhe.

Auch der nächste Tag verlief sehr besinnlich, perfekte Gelegenheit also für den Spiri-Tag! So machten sich alle daran ein Geschenk aus Naturmaterialien der Umgebung zu basteln, um sich damit am Abend gegenseitig zu beschenken. Wer dazwischen noch Zeit hatte, schnappte sich nochmal ein Paddel und fuhr mit dem Kanu raus aufs Wasser oder mümmelte sich mit einem Buch in einer der Hängematten ein. Nach einer Woche unseres Aufenthalts trat dann auch noch der Albtraum eines jeden Pfadfinders ein.. die Abflüsse der Toiletten und Duschen verstopften und quollen samt zuvor platziertem Inhalt wieder an die Oberfläche, absolutes Pipi-Kacka-Verbot bis die Angelegenheit wieder behoben wurde! Zu unserem Glück war die Platzwärtin schon vor Ort und beruhigte uns soweit, dass das Problem wohl häufiger auftritt und sich schnellstens darum gekümmert wird. Zwei Stunden später konnte die Warnmeldung dann wieder aufgehoben werden.. gerade noch rechtzeitig, es gab keine Fälle vorzeitiger Implosion! Auch sowas gehört halt zum Lagerleben dazu, und darf aus Gründen journalistisch korrekter Berichterstattung in unserem Blog natürlich nicht verschwiegen werden :)

Nachdem sich alle wieder beruhigt und alle wichtigen Geschäfte getätigt werden konnten, kamen wir abends gemeinsam am Steg zusammen und entspannten Körper und Seele mit einer Entspannungsübung, einer von Chat-GPT geschriebenen (etwas skurillen) Traumreise und natürlich der feierlichen Geschenkeüberreichung. Neben Halstuchknoten und Lesezeichen, wechselten auch Blumensträuße, Marmeladen, Zeichnungen und sogar eine Miniaturtoilette den Besitzer, wie immer war es für alle ein super schöner Moment in unserer kleinen Gemeinschaft! Unser Abend wird gleich noch in einigen spannenden Werwolf Partien zuende geführt werden. Wir wünschen euch allen Zuhause ebenfalls liebe Grüße, vorallem all denjenigen, welche jetzt die zweite Woche des Lagers wieder Zuhause und auf der Arbeit verbringen müssen. Wir vermissen euch!

Daniel

 

Rover-Leiter-Lager Holland 2023- Tag 6

Goede Avond liebe Fan-Gemeinde! (heute leider nicht von Ronja ;))

Heute erwartet euch ein zweiteiliger Bericht, denn wir Rover haben Amsterdam unsicher gemacht während der Rest den Tag in Haarlem verbracht hat. Umso mehr zum Lesen für euch :)

Der Tag startete mit einem gemeinsamen und etwas besonderen Frühstück, denn es war BANANEN-DONNERSTAG!!! Es gab noch viel zu viele Bananen und die mussten weg! So musste JEDE*R eine Bannane zum Frühstück essen und (fast) alle sind ihrer Pflicht nachgekommen.

Danach ging es auf nach Amsterdam, das tatsächlich innerhalb von ca. 30 Minuten mit der Bahn erreichbar ist. Unser erster Stop war von einer interlektuellen, aber auch skurrilen Art. Wir besuchten  ein Museum und zwar das Sexmuseum von Amsterdam. Dort waren Ausstellungsstücke passend zum Thema zu entdecken. Von historischen Objekten bis hin zu Scherzfiguren war alles dabei! Wir hatten sehr viel Spaß, jedoch war einiges auch over the top. Unsere Review: Für einmal ganz lustig, aber reicht dann auch.

Nach diesem Erlebnis brauchten wir ein Päusschen und genossen einen Mittagssnack auf dem Dach der Stadtbibliothek mit einer schönen Aussicht. Wir können zwar kein Niederländisch und die Bücher waren somit mehr oder weniger nutzlos für uns, aber einen Besuch empfehlen wir trotzdem.

Als nächstes steuerten wir einen riesigen Flohmarkt in der Innenstadt an. Der Markt war zwar ganz süß, allerdings hat nur Vinni ein ULTRACOOLES Batik T-shirt ergattert, der Rest ging leer aus. Für einen Kaffee am Kanal schlenderten wir daraufhin etwas durch die Altstadt und kamen ausversehen im berühmt-berüchtigten Rotlichtmilieu an. Huch. Das nahmen wir zum Anlass Googlemaps (not sponsered) doch nochmal anzuschmeissen.  Also gings weiter mit Windowshopping und dem Erkunden von, unter anderem, Raveläden mit sehr schicken Oberteilen und Accessoires. Zum Abschluss aßen wir in einem italienischen Restaurant, das sich als Touri-Falle erwies. Wir bezahlten Geld. Viel Geld. Grund genug uns aus dem Staub zu machen.

Wir freuen uns trotzdem auf den nächsten Amsterdam Besuch in der nächsten Woche (Teaser!).

Während die Rover ihren Tag in Amsterdam genossen haben, haben wir Leiter:innen zusammen Haarlem unsicher gemacht! Nach einer kurzen Autofahrt und dem Parken in einem Parkhaus, in das man per Internet ein- und auschecken musste (so Hightech, dass es nur 50% der Leiter:innenautos ins Parkhaus geschafft haben… die anderen 50 % haben aber auch noch einen guten Parkplatz gefunden), haben wir uns auf dem Marktplatz wiedergetroffen und ein bisschen Sightseeing betrieben. Haarlem hat eine wirklich sehr schöne Altstadt mit vielen netten kleinen Läden. Mittaggegessen haben wir dann zusammen in einem Spielzeugcafé, das nicht nur für die beiden kleinen, Kinder ein großer Spaß war. Nach ein bisschen Sighseeing gabs noch ein Eis und dann ging es auch schon wieder zurück zum Zeltplatz.

Zum Abendessen gab es vorzüglichen Bratreis mit japanischem Gurkensalat. Als gerade alle fertig mit Essen waren, kamen tatsächlich schon die Rover wieder von ihrem Trip nach Amsterdam zurück- deutlich früher als von uns erwartet. Ziemlich fertig von der Großstadt waren alle froh, endlich wieder auf der Insel zu sein.

Den Abend liesen wir entspannt in der Großjurte bei Kerzenlich und Gittarenmusik ausklingen, da es ganz schön windig und kalt draußen war.

Gut Pfad,

Judith, Mara und Luise

 

Rover- Leiter- Lager Holland 2023- Tag 5

Goede Avond liebe Fan-Gemeinde!

Vermutlich wartet ihr gerade alle sehnsüchtig auf das nächste Up-Date aus unserer Insel-Idylle und könnt euch vor Aufregung gar nicht mehr halten… sowas in der Art will ich zumindest hoffen.
Gestern war unser See-Räuber:innen Leben relativ unspektakulär, wir sind zum größten Teil unserer Mannschaft im Heimathafen unserer Insel geblieben und haben uns darin geübt, an ein paar unserer Fertigkeiten als Seeleute zu feilen und diese zu perfektionieren. Und als Pfadfinder im Geiste kann man das natürlich am besten in welcher Form? Naaah?
Kleiner Tipp, es hat was mit Arbeiten und Einkaufen zu tun…. Auflösung am Ende!

Als erstes haben wir an unseren Knüpf- und Knotentechniken gefeilt, und das sogar in Form von wunderschönen Armbändern. Wenn also jemand bald ein Piraten-Schiff mit unfassbar schön geknüpften Seilen sieht, dann waren das vermutlich wir ! Außerdem gab es noch die Möglichkeit, die eigene kreative Ader auszuleben, denn wie ihr vermutlich wisst, ist jeder ausgelassene Seemann ein nicht meuternder Seemann (oder Seefrau).
Das Malen und Zeichnen von Bildern schult natürlich auch das Auge und übt die Fähigkeiten des Karten lesens… oder sowas (so langsam bin auch ich mit meinem Seemannsgarn am Ende haha).

Zwei unserer kühnen Mit-Seeleute (Jan und Paula) sind wieder in den Kampf gegen den Wind gezogen und haben sich von Sinan am Strand in der Kunst des Wind-Bändigens lehren lassen. Die ein oder andere frontale Gesichtslandung blieb da natürlich nicht aus, aber mehr dazu könnte euch Sinan erzählen.

Hier ein kurzer Einschub von Sinan:

Paula, Jan und Sinan besuchten den Ort, an dem man gestern noch gesandstrahlt wurde. Vorn an der Wasserkante wurde man , dem weiterhin starken Wind zum Trotze, nicht paniert!
Nach ein wenig Theoriebesprechung ging es dann auch schon ans Aufbauen des kleinen Übungskites, denn Grund des erneuten Besuches war der Kitesurf-Basics Workshop! Jede:r hängte sich einmal in die Leinen und spürte alsbald, dass auch 5m2 durchaus kräftig ziehen können!
Bei einem Pausenkaffee ließen die beiden eifrigen Schüler:innen Sinan sich ein wenig auf dem Wasser austoben, bevor es an eine weitere  Runde Trockenüben ging.
Zunehmend gekonnt steuerten Paula und Jan den Drachen durch den Himmel. Solange, bis Jan einmal abhob und etwas unsanft im Sand landete und seinen Zähnen etwas Peeling gönnte.
Zur Krönung gab es fabelhaftes Eis und Eis-Kaffee, bevor es zurück zum Platz ging – mitsamt werdendem Muskelkater im Gepäck!

Einschub Ende

Eigentlich war auch eine Einführung in die Kunst des Spieles Dungeons & Dragons geplant, aber auf Grund einiger logistischer Schwierigkeiten konnte es dazu leider nicht kommen. Vielleicht kann man das aber bei Gelegenheit nachholen, davon hört ihr dann aber noch! Anstatt des Feder-und-Pergament-Spiels haben wir uns dann in der kühnen Kartenkunst geübt, damit wir für die nächste verruchte Poker-Runde im nächsten Hafen genügend gewappnet sind.

Am Nachmittag kamen unsere kühnsten Seeleute dann noch auf die Idee, unseren Wasserzugang ein wenig aufzupimpen – Bierbänke und Biertische und Folie wurden zusammengetragen, und die coolste Wasserrutsche in der Geschichte der Insel gebaut! Es folgte eine wilde Rutschpartie nach der anderen, über eine Stunde hatten wir alle den Spaß unseres Lebens.

Als Abendessen gab es das wahrscheinlich beste Essen bis jetzt, nämlich Fajitas. Und wer nicht weiß was das ist, der stelle sich folgendes Gourmet-Erlebnis vor: Ein Tortilla Wrap mit selbstgemachter Sour Cream, einer fruchtig-sauren Mango-Tomaten-Salsa und der klassischen, dabei aber unschlagbaren Guacamole. Getoppt wird das ganze von geriebenem Käse und mariniertem Tofu und/oder Fake-Hünchen gewürzt mit Fajita-Spices und, wer mag, noch eingelegten Jalapenos und Siracha Sauce. Hoffentlich klingt das für euch auch nur ansatzweise so lecker, wie es uns geschmeckt hat, dann habe ich meine Mission für heute nämlich erfüllt. Jeden Tag eine gute Tat und so, jaja. (Wobei man jetzt darüber streiten könnte ob das für euch ein wohltuendes, imaginäres Geschmackserlebnis oder eher ein neidisch machendes Nase-Lang-Ziehen war… es war auf jeden Fall nett gemeint und für alle, die noch nachkommen werden, das war nur das beste Essen BIS jetzt, also kommt da bestimmt noch sehr viel leckerer Kram ;))

Und so ging wieder ein ereignisreiche Tag zu Ende und wir träumten in unseren Kojen von den Abenteuern, die der morgen bringen würde. Dazu aber morgen erst mehr, man kann ja nicht alles vorweg nehmen ;)

Viele Grüße also und „Welterusten“ für all jene, die jetzt bald schlafen gehen und hoffentlich trotzdem noch die Zeit finden, eine kurze Nachricht auf unsere Wege zu schicken (bis jetzt ist btw keine Flaschenpost angekommen, aber ich geh mal davon aus, dass sich das natürlich bald ändert… ansonsten überleg ich mir das noch mit dem weiteren Berichte verfassen)

Eure Ronja <3

 

PS: Die Lösung ist natürlich WORKSHOP-TAG!!!!!!

PPS: Ich wird vermutlich auch ohne Flaschenpost mich ab und an mal melden, dazu macht mir das schreiben viel zu viel Spaß haha

PPPS: Grüße gehen raus an Peilo, hier auch endlich mein erstes PPPS ;)

 

Rover-Leiter-Lager Holland 2023- Tag 4

Ahoi ihr Landratten!

Wir grüßen am 4. Tag unseres Sommerlagers vom schönen „Wijk aan Zee“, wobei Zee hierbei Meer ist (und Meer ist See, versteh einer die Holländer:innen). Relativ früh für unsere Verhältnisse, nämlich um 8:00, gab es bei uns Frühstück, um dann buchstäblich in See zu stechen. Da man unser kleines Eiland ja nur mit Booten erreicht, kann man es auch nur auf selbigem Wege verlassen, also hieß es „Ran an die Riemen“ und losrudern. Angekommen am anderen Ufer, mussten wir notgedrungen auf eine weniger coole Art des Transportes umsteigen (das Automobil), um nach einer halbstündigen Fahrt endlich am Meer… entschuldigung „Zee“ natürlich… anzukommen. Dort begrüßte uns eine idyllische Meeresbrise, weißer Pulverstrand und eine leere Cocktail-Bar…
Spaß beiseite, natürlich wurden wir in klassischer Nordseemanier eher von Orkanböen als Meeresbrisen begrüßt, was aber die wenigsten daran hinderte, in das kühle dunkelgrün-braun zu springen. Nach ein paar Minuten war es aber auch wieder zu kalt (und zu salzig), sodass wir uns in der Strandbar erst einmal salzige Pommes mit Bitter Ballen oder Frikandel und Mayo bzw. Saté-Sauce gegönnt haben. Es gab sogar die ein oder andere Portion Poffertjes, wer nicht weiß, was das ist, hat was verpasst ;)

Nach und nach hat uns leider der Wind aber immer weiter bezwungen, sodass wir uns am Strand unter Handtüchern und Hemden verstecken mussten, um wenigstens eine kurze Pause des Wind-Sand-Peelings der etwas unentspannten Art zu bekommen. Und wer vor hatte, sich ganz lustig einbuddeln zu lassen, der konnte sich einfach für ein paar Minuten hinsetzen, nicht bewegen und der Wind hat diese Aufgabe liebend gerne übernommen (mit ein wenig unbeabsichtigter Hilfe von Edgar, Hugo und Jürgen (die Spitznamen für Libussas Hund nehmen langsam überhand), die alle drei sehr begabt darin sind, Sand in die Luft zu werfen). Der einzige, der den Spieß im Kampf mit dem Wind noch einmal drehen konnte, war Sinan, der mit seinem Kite sehr viele spektakuläre Sprünge hinlegte… und die ein oder andere Wasserlandung, die, laut ihm, aber deutlich schmerzhafter aussehen, als sie eigentlich sind. Am Ende (nach ca. 2 Stunden) waren wir alle müde und hatten auch unsere letzte Hautschicht wegpoliert bekommen, sodass wir uns auf den Rückweg machten. Gegen die ermüdende Wirkung des Reizklimas kann aber ja auch keiner an… (außer die, die auf Zack sind… pun intended…) Trotzdem schafften es ein paar sehr kühne Seeräuber:innen doch noch die Paddel nieder zu legen und den weiten Weg vom Ufer zu unserer Insel schwimmend zurückzulegen (kühn ist hier ein nett gewählter Begriff, verrückte Idee, aber war ziemlich cool, Grüße an Paula und Vini)

Zurück auf unsere Insel mussten wir uns erst einmal von unserem Seeräuber-Abenteuer wieder etwas erholen und es wurde sehr viel abgehangen und geschlafen. Als dann alle wieder im Land der Wachen angekommen waren, gab es auch fast schon wieder Abendessen, heute Nudeln mit einer sehr leckeren Pilz-Rahmsauce und als Nachtisch ein paar Stroop-Waffeltjes. Den Abend ließen wir dann am Lagerfeuer mit einer Runde Werwölfe – die Zee-Version ausklingen, in der das Dorf sich auf einem Piratenschiff wiederfand und es galt, die Under-Cover Landratten zu entlarven und über die Planke zu schicken! (Spoiler-Alert: die Landratten entpupten sich als die besseren Piraten und Piratinnen). Das Wetter hat sich natürlich unserer Dramaturgie angepasst und wurde zu einer Gewitterkulisse, die praktischer Weise für perfekten Sound und Lichteffekte von Weitem sorgte, uns aber soweit vom Leib blieb, dass es nur ein bisschen regnete und der Kern des Gewitters an uns vorbei zog. Somit ging ein weiterer ereignisreicher Tag auf unserem Zee-Lager zu Ende und ich hoffe, wir hören noch mal voneinander (vorzugsweise per Flaschenpost).

Tot snel en Gut Pfad!

Ronja