Alle Artikel von Daniel

Sommerlager 2021 – Tag 13, 14 & 15

Die letzten beiden Tagen unseres Sommerlagers 2021 an der Aggertalsperre sind angebrochen und somit auch der letzte Eintrag in diesem Blog! Erinnerungen die uns auf ewig im Gedächtnis geschrieben sein werden,  Erlebnisse an die wir in Zukunft noch oft denken werden. In vielerlei Hinsicht war dieses Sommerlager eine ganz besondere Erfahrung. Für einige war es das erste Sommerlager überhaupt und somit so oder so eine gänzlich neue und einzigartige Erfahrung. Aber auch für die alten Hasen, war in diesem Jahr vieles anders. Noch nie haben wir ein Sommerlager auf einem Jugendzeltplatz dieser Art gehalten, noch nie stand die vorgehende Organisation im Zeichen einer Pandemie und einer starken Ungewissheit, ob das Lager den überhaupt stattfinden kann. Noch nie mussten wir mehrmals im Lager einen Schnelltest machen um den Gesundheitsstatus aller Lagerteilnehmer zu überprüfen und gewährleisten. Eine große Herausforderung für uns alle, die uns auch manchmal an unsere Grenzen brachte. Aber es war auch ein Lager, welches uns umso mehr zeigte, wie stark unsere Gemeinschaft im Stamm ist und wie sehr wir alle von den Stärken und Schwächen jedes Einzelnen geprägt sind und was uns als Stamm somit ausmacht. Auch wenn bei dem Zusammenkommen von so vielen Menschen über einen Zeitraum von zwei Wochen nie alles komplett glatt laufen kann, so haben wir trotzdem wieder bewiesen wie sehr wir alle zusammenstehen und das man immer das Beste aus einer Situation machen kann!

Am Donnerstag stand für den Abend ein Kleinkunstabend an, an dem nochmal ein jeder zeigen konnte, was in ihm schlummert. Für diesen wurde den Tag über auch fleißig geplant und vorbereitet. Wer gerade nicht mit Proben beschäftigt war, nutzte die allerletzte Gelegenheit für die Fertigstellung von Beuteln und Taschen in den Kreativworkshops. Am Abend war es dann soweit. In der extra dafür gemieteten Grillhütte vom Platz, spannten wir unsere Banner und schmückten den Ort festlich für die bevorstehenden Aufführungen. Diese waren wie immer äußerst abwechslungsreich. Es wurden selbstgeschriebene Lieder vorgetragen, eine Interpretation einer Reinszenierung von Göthes Erlkönig dargeboten, eine gemeinschaftliche Geschichte aus Filmzitaten wurden erzählt und Floyd zeigte uns eine Kostprobe seiner spektakulären Jonglierkünste, die uns alle verzauberte. Im Anschluss an diese beeindruckenden künstlerischen Präsentationen, zogen wir uns an unsere Lieblingslagerfeuerstelle direkt am See zurück, und genossen den weiteren Abend bei erfrischenden Getränken und dem Flackern des Feuers.

Die Nacht zum Freitag den 13. kündete unseren Abschied vom Lagerplatz an. Den Tag über wurden in alter Langerwehe Pfadfindermanier alle Zelte in Windeseile abgebaut und das Material containerfertig in Kisten sortiert und in die Autos geladen. Da wir uns dafür den ganzen Tag Zeit ließen, verlief dies auch in aller Ruhe und Entspannung. Unser letztes Abendmahl bestand aus verschiedenen Gemüsesorten, Nudelsalat und Fleisch vom Bioland Hof, welches wir über dem Feuer zubereiteten. Nach dem Essen gingen natürlich auch wieder die Liedermappen ein letztes Mal durch die Runde, um den Abend singend ausklingen zu lassen.

An unserem Abreisetag ging dann alles sehr schnell. Die letzten Zelte wurden noch abgebaut und das übrige dreckige Geschirr und die Kocher in der Küche wurden saubergemacht. Gegen 13 Uhr war dann alles final eingeladen und die ersten Autos starteten los Richtung Heimat. Nach anderthalb Stunden Rückfahrt kamen wir bei den Containern an, in welchem unser Material aktuell gelagert ist. Zum Einräumen bekamen wir noch zusätzlich Hilfe von einigen Leitern, welche schon eine Woche zuvor abgereist waren. Zum Schluss stand dann nur noch die Verteilung der übrigen Lebensmitteln an, bevor wir das Sommerlager 2021 mit einem Abschlusskreis und „Nehmt Abschied Brüder“ schließlich beendeten.

Wir hoffen euch hat unser Blog dieses Jahr wieder gefallen und dass wir euch ein Stück weit auf unser Lager mitnehmen konnten. Ohne zu viele Worte mehr zu verlieren, wünschen wir euch noch ein schönes Ende der Sommerferien, und wir alle freuen uns darauf bald wieder mit den Gruppenstunden starten zu können. Wir verabschieden uns daher mit einem lauten GUT PFAD – GUT PFAD – GUT PFAD PFAD PFAD

Bis zum nächsten Mal!

Sommerlager 2021 – Tag 11 & 12

Erneut mit viel Bewegung verbrachten wir die letzten beiden Tage auf dem Zeltplatz. Trotz des anhaltenden Regenwetters ließ sich ein sportwütiger Trupp nicht davon abhalten, das Volleyballfeld des Zeltplatzes zu mieten und den Volleyball mehr oder weniger gekonnt hin und her zu spielen. Dass direkt über dem Feld eine Stromleitung liegt, an welcher der Ball bei einem hohen Schlag gelegentlich abprallte, oder dass der Zaun des Feldes vergleichsweise niedrig lag und der Ball deswegen des öfteren einmal auf die Straße flog, ließ uns aber erneut die Köpfe über die konzeptionelle Planung des Platzes schütteln. Nichts desto trotz hatten alle Beteiligten richtig viel Spaß, besonders als der Regen plötzlich wieder losging und das Spiel bei einer kühlen Dusche weitergeführt wurde!

Für alle die keine Lust auf die sportliche Betätigung hatten, wurde der Kreativkram in der Großjurte ausgebreitet, um damit noch die letzten Taschen, Etui’s & Wimpel zu bemalen. Zudem wurde die Gunst der Stunde genutzt, um sich endlich mal in Ruhe aller Werwolf-Erweiterungen anzunehmen, welche bis dato zwar immer mitgenommen, aber nie so wirklich gespielt wurden. So gesellten sich dem üblichen Dorftreiben nun auch neue Sonderrollen wie die des Bäckers, der Lehrerin, der Vagabunden oder des Schlossherrn hinzu, welche für spannende Abwechslung sorgten! Zudem begann der Morgen nun mit dem Verlauten einer Neumondregelung, welche die Spielmechaniken ebenfalls auf den Kopf stellten. Eine lustige Abwechslung von der Standart-Werwolf Partie, mal schauen ob sich einige davon in Zukunft durchsetzen werden.

Für Katharina und Peter gab es am Dienstag Abend noch eine ganz besondere Überraschung. Die Rover haben zum Abendessen ein privates Dinner für die beiden organisiert, in welchem sie bei Kerzenschein, Sirupwasser und Kellnerservice  ein wenig romantische Zweisamkeit genießen durften. Andrik kümmert sich derweilen als Babysitter um den kleinen Hugo. Zum Essen gab es (wie auch für uns) leckere  Käsespätzle und als Dessert ein Paula-Spezial-Süßigkeiten-Arrangement. Die beiden haben sich sehr über den Abend gefreut und sich bei allen Beteiligten bedankt!

Am Mittwoch wurde es für alle erneut bewegungsreich, als wir die Kanus zum zweiten Mal zu Wasser ließen. Diesmal erkundeten wir aber einen größeren Teil der Aggertalsperre und erschlossen einen der längeren Seitenarme. Eine körperlich anstrengende aber geistig sehr entspannende Tour, bei der wir die Natur und das gemeinsame Unterwegs-Sein genossen. Ein Teil der Rover parkten ihre Boote am Ende einer Seezunge und bauten dort ihr Nachtlager auf. In Hängematten und mit Resten der Käsespätzle vom Vortag als Proviant, verbrachten sie den Abend sicherlich mit dem Erzählen von Gruselgeschichten und einer Runde Wahl-Wahrheit-oder-Pflicht. Wobei.. vermutlich doch eher nicht, aber die Vorstellung daran wäre doch irgendwie süß :) Die übrigen Leiter und Rover verbrachten den Abend am Lagerfeuer und spielten noch eine Runde Werwölfe. Tief in der Nacht packte sie dann aber doch die Sorge um die hikenden Rover.. was ist wenn Simon seine Zahnbürste (erneut!) vergessen hatte? Was wenn jemand zu viel Angst bekommen würde und getröstet werden musste? Um diese Frage zu beantworten gab es nur einen einzigen Weg: eine spontane Stippvisite um drei Uhr in der Nacht! Die Ankunft der Leiter, welche sich mit dem Lagersong aus ankündigte, wurde zunächst mit großer Verwunderung, danach aber mit lautem Gelächter gefeiert. Beruhigt wurde festgestellt, dass es allen Rovern noch gut ging, und sie zu dieser späten Stunde fast alle auch bereits schon geschlafen hatten. Zufrieden mit ihrem pädagogischen Engagement, kehrten daraufhin auch die Leiter wieder zurück zum Platz, um noch die letzten Stunden der verbleibenden Nacht in den eigenen Schlafsäcken ausklingen zu lassen.

 

Sommerlager 2021 – Tag 8,9 & 10

Nach dem Abreisetag der Kinder, fuhr eine Welle der Faulheit und Dösigkeit durch unser Lager, welche sich auch in unserem Blog niederschlug. Wir wissen, dass manch einer von euch Zuhause sehnsüchtig auf den nächsten Bericht gewartet hat, Entschuldigung dafür an dieser Stelle! Auch wenn die Aktivitäten im Lager in den letzten Tagen etwas gemütlicher abliefen, so waren wir natürlich nicht gänzlich untätig. Hier daher ein kleiner Rundumschlag, was bei uns noch so passiert ist.

Vor der Abreise der Kinder am Samstag, stand zunächst noch der Dreh des Amarillo-Videos 2021 an, bei welchem wir traditionsgemäß, von der Toilette aus startend, eine Runde durch unseren Lagerplatz drehen. Da wir dieses Jahr nicht alleine auf dem Platz sind, gab es dabei ein paar kleinere Komplikationen. So öffneten sich ständig Türen, die für unser Video geschlossen sein sollten, weil die anderen Platzbesucher unverständlicherweise einfach keine Lust hatten, ihr Toilettenbedürfnisse für uns eine Stunde lang zurückzuhalten. Und manchmal überquerten sie einfach so den Lagerplatz und kreuzten dabei unsere Filmwege. Unverschämtheit. Nein natürlich mussten wir auch auf die anderen Rücksicht nehmen, und dabei den ein oder anderen Video-take mehr machen. Wie das Ergebnis am Ende geworden ist, werdet ihr zu rechter Stunde schon erfahren :)

Abgebaut werden musste an diesem Abreisetag immerhin keines der Zelte, lediglich das Wöffi Zelt wurde ausgeräumt und saubergemacht. Die übrigen Lagerteilnehmer nutzen daher den restlichen Tag um einfach mal nur zu faulenzen, zu schlafen, eigenen Aktivitäten nachzugehen oder sich mal in Ruhe an den Strand zu legen. Mancher schnitzte ein wenig vor sich hin oder schaufelte noch etwas den Schlamm von links nach rechts. Eine gute alte Bravo Lesung durfte dabei natürlich auch nicht fehlen. Am Samstag Abend feierte man noch gemeinsam den letzten Abend gemeinsam mit den Gästen, welche am nächsten Morgen bereits abreisen mussten. Zu diesem „Bergfest“ gab es in diesem Jahr zwar keine Auftritte oder Schauspiele, trotzdem feierte man ausgiebig bis spät in die Nacht hinein.

Nach dieser langen Nacht, startete der Sonntag mit einem offenem Frühstück, welches von 9-12 Uhr dauerte. Mit anderen Worten: jeder durfte ausschlafen solange er oder sie wollte, um sich nach der vergangene Nacht ausreichend zu regenerieren. Groß geplant wurde ebenfalls nichts für diesen ruhigen Sonntag, nur die Leiterrunde traf sich und besprach einige organisatorische Dinge für die nächste Woche. Es wurden neue Schichtpläne geschrieben und die Uhrzeiten wurden etwas den Schlafbedürfnissen der restlichen Lagerteilnehmer angeglichen.

Am Montag reichte es dann Vielen mit der Ruhe und Gemütlichkeit der letzten beiden Tagen, der Drang nach Action und Bewegung wurde einfach zu groß! So zogen einige von uns nach der Morgenrunde los um zum ersten Mal in diesem Sommerlager den Platz zu verlassen und die Umgebung zu erkunden. Der Weg führte sie dabei in Richtung der in der Nähe liegenden Genkeltalsperre, einem unter Naturschutz liegenden Trinkwasserreservoir der Gegend. Auf einem Rundweg um die Talsperre herum befanden sich eine Reihe von lehrreichen Informationstafeln über die Beschaffenheit der Erdschichten & der Wasserwirtschaft, sowie eine Station, in welcher man Honigbienen bei der Arbeit beobachten konnte. Nach anderthalb Stunden endete der Weg jedoch leider vor einem gesperrten Weg, da gerade aktive Forstarbeiten wegen Käferbefall an der Talsperre stattfinden. Der Wandertrupp musste daher kehrt machen und zum Platz zurückkehren, wo aber immerhin bereits das Mittagessen auf sie wartete.

Für den Montag Abend war noch etwas besonderes geplant, und zwar sollte an diesem Abend noch eine Spiri-Einheit stattfinden. Noch in der Morgenrunde wurden für diese Pärchen gebildeten, welche sich am Abend gegenseitig mit einem selbstgebastelten Geschenk und einigen warmen Worten eine Freude bereiteten. Dazu las Paula eine selbstgeschriebene Traumreise vor, die uns alle daran erinnerte, wie dankbar wir für unsere Gemeinschaft sein können und wie unbedeutend so mancher Konflikt eigentlich ist, welcher sich seit unserer Ankunft hier womöglich ergeben hat. So konnten wir alle ein wenig in uns kehren und den schönen besinnlichen Abend genießen.

Es sind nun nur noch 4 Tage, welche wir hier auf dem Jugendzeltplatz Aggertal verbringen werden. Wir werden euch auf dem Laufenden halten, was wir für diese nächsten Tage noch weiter geplant haben und wie wir sie erleben werden. Bleibt also gespannt!

 

Sommerlager 2021 – Tag 7

So ruhig und entspannt die Morgende der letzten Tage immer abliefen, startete der heutige Tag mit ein wenig Chaos und Verwirrung. Während die Hälfte der Lagerteilnehmer wie immer um 8 Uhr aufstand und sich vorbereitete, blieb es heute früh im Zelt der Leiter (also der noch nicht wieder zurück gewechselten Rover) erstaunlich ruhig. Nach und nach wurde die Verwunderung größer: Wann startet denn jetzt die Morgenrunde? Oder gibt es heute zuerst Frühstück? Das Küchenteam war schon fleißig beschäftigt, aber auch dort wusste keiner so wirklich Bescheid. Ein paar der Leiter wurden aufgefordert mal eine Ansage zu machen, doch auch diese blickten sich etwas ratlos gegenseitig an. Offenbar gab es am gestrigen Abend wohl noch die Idee, dass man das Frühstück und die Morgenrunde heute doch etwas später starten könnte. Nur wussten davon nur eine Handvoll Personen, welche zu dieser Stunde noch in ihren Betten lagen und sich genügsam hin und her wälzten. Einen kurzen Weckruf und ein paar kleinere Diskussionen später, standen jedoch alle auf der Matte und wir starteten gemeinsam ins Frühstück und in die etwas verzögerte Morgenrunde. Tja, ist halt noch kein Leiter vom Himmel gefallen, und aus so mancher misslungener Kommunikation, lässt sich am Ende doch noch so einiges lernen. Die richtigen Leiter und Rover tauschten im Anschluss wieder ihre Tücher und der Stress vom Morgen verschwand so schnell wie die dunklen Wolken am Himmel.

Für Missmut blieb auch gar keine Zeit, denn heute steht uns allen erneut ein wirklich wichtiger Tag bevor! Es ist der letzte Tag, den wir alle gemeinsam mit den jüngeren Stufen noch zusammen verbringen, bevor es Morgen bereits für einige wieder in Richtung Heimat geht. Andrik hatte am Ufer des Sees eine wahre Schatzgrube entdeckt: Im Schiefer am Ufer waren versteinerte Fossilien zu finden! So ging es für alle, ausgestattet mit Werkzeug zum See und jeder konnte sich sein eigenes Fossil ausklopfen.

Wer in den letzten Berichten gut aufgepasst hat, wird vielleicht bemerkt haben, dass eine wichtige Tradition bisher noch nicht stattgefunden hat. Nach einem entspannten Tag trafen wir uns nach dem Abendessen zu einer kleinen Spirieinheit in der Oase. Ronja hatte eine wunderschöne Traumreise vorbereitet, durch die wir alle die vergangene Woche Revue passieren liesen. Danach ging es zum See, wo wir alle unsere High- und Lowlight’s des Lagers auf einen kleinen Zettel schrieben. Die Low- Lights liesen wir dann auf einem kleinen Boot auf Wasser und zündeten sie an, damit keiner die schlechten Gedanken mit nach Hause nehmen muss. Das brennende Boot auf dem Wasser war ein wirklich magischer Anblick, und die Leiter waren sehr begeistert, dass ihre Idee tatsächlich so gut funktionierte!

Danach wurden noch unsere Neuzugänge getauft! Erst gab es einen Kriegsbemalung mit einer hauseigenen Schlammmaske, danach galt es, geführt von der Taufpatin/den Taufpaten, einen Parkour mit verschlossenen Augen zu bewältigen. Zum Schluss wurden alle feierlich am Lagerfeuer ganz offiziell zum Teil unserer kleinen Stammesfamilie. Der Abend klang dann entspannt mit Pudding, Marshmallows und Stockbrot am Lagerfeuer aus, bevor alle glücklich und zufrieden in ihre Schlafsäcke krochen.

Geschrieben von Luise

 

Sommerlager 2021 – Tag 6

Ahoi!

Der heutige Tag bringt , wie gestern schon angedeutet, für alle eine große Überraschung mit sich! Denn heute übernehmen die Rover die Lagerführung und tauschen für die nächsten 24 Stunden ihre Tüchern mit den Leitern. Damit einhergehend haben sie auch die Verantwortung über alles was heute im Lager passiert geändert – den Einkauf, das Planen und Kochen des Essens, die Betreuung der Stufen und natürlich auch die inhaltliche Planung. Aber da der Trupp ja bereits am Vortag mit der Planung begonnen hatten, waren sie gut vorbereitet! 

Nach der Morgenrunde ging es direkt los, als uns die Rover (Leiter) zur Runde riefen. Zuvor wurden auf dem Platz einige Veränderungen vorgenommen und ein Plan aufgehängt. Das Küchenzelt ist fortan nicht mehr das Küchenzelt sondern die Kombüse, der Basketballplatz wurde zum See der Monster und die Großjurte ist nun die Oase. Mit Piratenaugenklappen im Gesicht & Papageien auf der Schulter wurden wir von einer Meute Piraten begrüßt, die uns zu Teilnehmern an den Aggarbean-Olympics erklärten. In diesem geistigen und sportlichen Wettkampf soll geklärt werden, wer von uns das Zeug dazu hat, Teil der Piratencrew von Captain-Gestern zu werden. Alle Teilnehmer teilten sich dazu in vier Gruppen auf und überlegten sich einen passenden Piratennamen ihrer Crew, bemalten und hissten ihr Piratenbanner und überlegten sich einen furchterregend Schlachtruf, der die anderen Gruppen einschüchtern soll!

Nach kurzer Vorbereitungszeit begannen die Spiele, in welchen alle Sinne auf die Probe gestellt wurden. In der Kombüse mussten verschiedene Aufstriche mit verbunden Augen erschmeckt bzw. errochen werden.  In der Oase galt es sich einer Feuerprüfung zu stellen, und sein eigenes Können mit Feuerstahl und Messer unter Beweis zu stellen. An anderen Orten warteten die Kicker-Piraten auf einen würdigen Herausforderer und an einer Station musste ein Rätselspiel gelöst werden, bei der eine ganz bestimmte Menge Wasser erschätzt werden musste. Neben den Stationen musste auch noch eine Reihe von Gegenständen zusammengesammelt werden, eine Banane mit anderen Gruppen auf dem Platz getauscht werden und ein wasserdichtes Boot aus Papier  gebastelt werden. Nach diesem Stationslauf konnten sich alle beim Mittagessen etwas stärken, bevor der Höhepunkt der Spiele schließlich losging: die Arenaspiele! Im See der Monster traten alle Gruppen in verschiedenen Wettkämpfen direkt gegeneinander an und stellten ihr Können zur Schau. Kraft, Geschwindigeit, psychische Widerstandsfähigkeit und Ausdauer sind nur ein paar der Werte, die hier zum Siegen notwendig sind! So musste eine Partie Speed-TicTacToe bestritten werden, es musste Wasser transportiert werden nachdem man sich mehrfach um einen Pylonen gedreht hat und man vor Schwindel kaum mehr geradeaus gehen konnte. Eine Wasserflasche musste möglichst lange bei gestricktem Arm gehalten werden und die Psyche musste vor sehr sehr flachen Witzen verteidigt werden. Nach den Spielen waren alle Teilnehmer komplett ausgepowert, alle haben gegeben was sie nur konnten. Gott sei Dank war das Küchenteam wie immer vorbereitet und hat etwas ganz besonderes vorbereitet: Frische Forelle aus einer hiesigen Fischzucht, mit einer Curry-Dill-Honig Soße und Reis. Ein echtes Piratenfestmahl! Und es konnte auch keine der gezogenen Fischgräten die Tatsache vermiesen, dass es allen wie immer wunderbar geschmeckt hat.

Zur Abendrunde wurden die Ergebnisse der Spiele ausgewertet und die Siegergruppe gekürt, welche fortan auf dem Schiff von Captain-Gestern dienen durfte. Doch auch wenn diese Ehre nur einer Gruppe zu Teil werden konnte, so war der Captain großzügig und teilte seinen zuletzt erbeuteten Schatz auf und verteilte ihn an jede der Gruppen. Die Salty-Chefs haben bei den Wettkämpfen die beste Leistung erbracht und kamen so in den Genuss der höchsten Ehre des Captains!

Der erfolgreiche Tag klang noch mit einem heiß gebrühten Tschai (welcher zuvor natürlich korrekt beschworen wurde) und besinnlicher Stimmung in der Oase aus. Müde und kaputt von den Spielen, legten sich alle an diesem Abend jedoch schnell in ihre Kojen und träumten von Segelschiffen auf hoher See und von vergrabenen Piratenschätzen auf einer Insel. Die Lappen hoch!

Sommerlager 2021 – Tag 5

Der fünfte Tag unseres Sommerlagers begann mit einem Wachmach-Fangspiel, welches manchen vielleicht unter dem Namen „Katz und Maus“ bekannt sein könnte. Danach gab es wie immer ein ausgewogenes Frühstück, nach welchem wir uns auf die anstehende Kanu-Tour vorbereiteten. Vormittags stachen wir dann  in See und begannen unsere spannende Reise über die Aggertalsperre. Nach einer sonnigen Fahrt erreichten wir nach gut einer Stunde die Staumauer und machten dort einen kurzen Landgang, um uns eine Verschnaufpause zu gönnen und uns über unseren Proviant herzumachen. Die darauf folgende Rückfahrt zum Lager bescherte uns allerdings einen Schauer, der uns alle kalt überraschte. Doch durch das stetige Rudern blieben die Muskeln warm und der Geist fokussiert, einer solchen Brise lachen wir doch ins Gesicht! 

Der folgende Nachmittag zog sich hin mit ausgedehnten Spielrunden, sowie Musik & Gesang in der Jurte. Einer unser Malteser-Nachbarn kam spontan vorbei und bot an, mit den Kleinen Kinderschminken zu machen, was mit Begeisterung angenommen wurden. Überrascht stellten alle fest, wie schnell man ein paar kleine Kunstwerke auf seinen Handrücken malen konnte! Die Rover planten hingegen schon eifrig an einer Überraschung, über die wir euch Zuhause zum jetzigen Zeitpunkt auch noch im Dunkeln tappen lassen möchten.. Es wird auf jeden Fall spannend!

Nach einem spannenden und auch arbeitsreichen Tag wurden alle mit einem leckeren Abendessen belohnt, dass aus Nudeln und Bolognese sowie Salat als Beilage bestand. Auch ein solch einfaches Gericht, schmeckt aus den Kochlöffeln der Küche einfach hervorragend und alle griffen ordentlich zu. Gesättigt und zufrieden war der Abend besonders für die Wöffis aber noch nicht zu Ende, denn es wurde für sie noch eine weitere Überraschung geplant.

Erinnert ihr euch noch an die versprochene zweite Runde der Geocaching-Schatzjagd? Diese stand heute nun endlich an, und dafür verließen wir zum ersten Mal seit unserer Ankunft auch einmal den Lagerplatz. Im kleinen angrenzenden Ort Lantenbach fanden die Wöffis ihren ersten Hinweis, der sie an den Rand des Wanderweges der Genkeltalsperre führte. Auf dem Weg dorthin, galt es sich in die Böschung zu schlagen und den geheimen Hinweisen weiter zu folgen, bis sie schlussendlich ihren Schatz ausgraben konnten! Der Inhalt des Schatzes (ein paar Süßigkeiten) war aber am Ende überhaupt nicht das, was die große Freude bereitete. Vielmehr war es die Suche nach dem Schatz selbst, der allen als schöne Erinnerung im Gedächtnis bleiben wird. Wieder am Platz angekommen, wurden alle mit einer Tasse heißen Kakao begrüßt, woraufhin es auch schon direkt ins Bett ging, da die Sonne bereits seit einer Weile untergegangen war. Der Rest des Stammes ließ den Abend noch bei einer ausgedehnten Lagerfeuerrunde ausklingen, bis auch der letzte sich schlussendlich in die Schlafzelte zurückzog.