St. Goar- Rheinischer Singewettstreit 2022

Am letzten Augustwochenende haben wir uns dieses Jahr auf den Weg zur Burg Rheinfels in St. Goar gemacht, wo dieses Jahr, nach 2-jähriger Corona-Pause, der Rheinische Singewettstreit endlich wieder stattfand.

Der Materialtrupp brach schon morgens auf und baute gemeinsam die Zelte auf, während die restlichen Teilnehmer*innen sich nach der Schule mit dem Zug aufmachten. Als dann abends endlich alle eingetroffen waren, gab es noch ein schnelles Abendessen. Anschließend erkundeten alle die Burg und genossen die ersten großen gemeinsamen Singerunden nach der langen Coronapause.

Der Samstag startete dann mit dem Flohmarkt, der dieses Jahr ein wenig kleiner als gewohnt ausfiel. Umso mehr stachen die selbstgemachten Messer von Till heraus, der sich jetzt hoffentlich nicht mehr retten kann vor Anfragen ;).

Nach ein paar Proberunden (so wenig erprobt wie dieses Jahr war wohl noch keiner unserer Auftritte! Das erste mal gemeinsam geprobt haben wir am Samstagmorgen) ging dann abends auch schon der Singewettstreit los. Nicht wie gewohnt in der Kirche, sondern unter freiem Himmel auf der Burg. Ein wenig aufgeregt ging es dann auch für uns auf die Bühne, und entgegen unseren Erwartungen konnten wir auch dieses Jahr die Kategorie Stämme für uns entscheiden! Juhu !

Nach einem langen Abend mit Volkstanz und weiteren Singerunden ging es Sonntags, gestärkt von einem Stück Streuselkuchen zum Frühstück, auch schon wieder zurück nach Langerwehe. Ein sehr schönes Wochenende liegt nun hinter uns, und wir freuen und schon auf nächstes Jahr!

Gut Pfad,
Luise

Sommerlager 2022 – Tag 10: Letzter Tag

Heute brach unser letzter ganzer Tag im Sommerlager an! Nachdem gestern über den Tag schon einige Zelte abgebaut worden sind um sie trocken einzupacken, haben die Rover die Nacht in der Großjurte und die Pfadis die Nacht in der Oase verbracht.

Der Wetterbericht sagte für heute Gewitter ab ca. 12:00 vorher, also planten wir die Zelte, die wir für die letzte Nacht nicht mehr brauchen, nach dem Frühstück trocken abzubauen. Doch während des Frühstücks überraschten uns ein paar Regentropfen und von Panik getrieben wurden zwei Jurten in einer Rekordzeit von 20 min komplett abgebaut und trocken eingepackt. Der Regen kam aber dann doch nicht und auch den restlichen Tag über blieben wir von schlechten Wetter verschont. Ganz im Gegenteil sogar – es wurde wieder richtig sonnig und warm! Dafür war nach dem Frühstück dann nochmal Freizeit angesagt, da ja alle Zelte schon eingepackt waren – Flinke Hände, Schnelles Ende, oder wie war das? ;)

Gegen Mittag trafen wir uns dann zum alllagerlichen Gruppenfoto- die erfahrenen Mitleser*innen wissen, was das heißt: Die Lagertaufe stand an! In schönstem Sonnerschein wurden diejenigen die zum ersten Mal mit auf dem Sommerlager waren, zeremoniell in unseren Stamm aufgenommen. Die Rur war absolut perfekt dafür geeignet! Alle hatten viel Spaß und am Ende kletterten alle pitschenass und glücklich getauft aus der Rur heraus und direkt rein in die Duschen. Wir freuen uns sehr, heute so viele tolle Menschen fest in unsere Gemeinschaft aufgenommen haben zu können!

Der restliche Tag verlief dann ganz entspannt, die Rover versuchten den Schlafmangel der letzten 10 Tage mit einem kleinen Mittagsschlaf auszugleichen, die Pfadis spielten Blackstories und Werwölfe, die Wölflinge tanzten eifrig für unser Tanzvideo.

Unser letzter Lagerfeuerabend wird gleich noch angemessen zelebriert werden, mit Stockbrot, Marshmallows und Chai. Da wir morgen ja schon zusammenpacken und zu euch nach Hause zurückkehren wollen, verabschieden wir uns heute Abend bereits mit unserem letzten Bericht vom Sola 2022. Wir hoffen, dass wir euch über unsere Berichte und Fotos ein Stück weit mit auf unser Abenteuer hier nehmen konnten und dass wir auch euch Zuhause dadurch ein paar schöne Momente bescheren konnten. Danke euch für die tollen Kommentare, es war wie immer eine große Freude diese in der Abendrunde am Lagerfeuer vorzulesen!

 

Mit leichtem Wehmut schließen wir also auch dieses Stammeskapitel und verabschieden uns mit einem lauten:

GUT Pfad, GUT Pfad, GUT PFAD PFAD PFAD

Bis zum nächsten Mal!

 

Sommerlager 2022 – Tag 9

An diesem Morgen konnten wir gleich 2 Geburtstagskinder beglückwünschen – Leni und Nora! Das wurde natürlich mit einem Nutella/Reiswaffel/Schokostreusel-Kuchen, einer Geburtstagskrone und einem Lied in der Morgenstunde gefeiert. Als große Überraschung kam Julia heute zu Besuch zu uns, was Leni natürlich riesig freute und zum Strahlen brachte.

Da die doch recht knappen Sommerlagertage bisher immer gut mit Programm gefüllt waren, haben wir für den heutigen Tag entschieden, ihn ganz den einzelnen Stufen zu widmen. So hat sich jede Stufe am Vormittag zusammen in eine Runde gesetzt um über Ideen und Programmwünsche zu sprechen. Die Wölflinge entschieden sich den Tag ganz in Ruhe mit Kreativworkshops, Werwolfrunden und weiteren Rur-Badesessions zu verbringen. Die Juffis gingen gemeinsam in den Wald um dort eine Murmelbahn aus Naturmaterialien zu basteln, wobei am Ende wohl weniger die gebaute Bahn als vielmehr der Gruppenfindungsprozess der Juffis ausgebaut und entwickelt wurde. Die Pfadis haben für den Tag bzw. den Abend etwas ganz Besonderes geplant – ihr Pfadi-Versprechen! Dieses bereiteten sie tagsüber lange vor und zogen sich dafür abends in die Oase zurück, um dort in enger Runde ihr Versprechen abzuhalten. Die Rover hingegen zog es heute runter vom Platz. Anstatt in der Rur zu planschen fuhren sie lieber zusammen nach Rurberg und besuchten dort das örtliche Freibad. Bei Eis & Pommes genossen sie ihr Rover-Dasein um genau pünktlich zum Abendessen wieder auf dem Platz einzutrudeln.

Die Küche hat Wraps mit diversen Toppings gezaubert, das war wieder richtig richtig lecker! Danach ging es bis zur Abendrunde und anschließendem Lagerfeuer wieder ganz entspannt zu. Musikalisch begleitet wurden wir heute Abend mal von Sinan, der im Laufe des Tages ebenfalls zu Besuch kam, sich aber leider auch mitten in der Nacht wieder von uns verabschieden musste. Vorher wurden aber noch ein paar Lieder zum Besten gehalten und der Tag somit gebührend ausgeklungen. Langsam geht es mit dem Sommerlager jetzt auch schon Richtung Ende, sodass der nächster Bericht wohl auch schon unser letzter sein wird… schöne Zeiten gehen nun mal leider auch schnell vorbei – da kann man wohl nichts machen.

 

Sommerlager 2022- Tag 8

Nachdem am gestrigen Abend ein wilder Wechsel zwischen Leitern und Rovern stattgefunden hat, und die Zubettgeh- sowie Aufstehzeiten erstmal (etwas vorschnell) um eine Stunde nach hinten geschoben wurden, gab es am heutigen Morgen erst um 10 Uhr Frühstück. Bereits vor dem Frühstück legten sich Juffis und Wös ins Zeug, ihre neuen Leiter ordentlich zu fordern. Als dann alle Streitigkeiten und Probleme gelöst waren, und alle gut gestärkt zur Morgenrunde zur Morgenrunde erschienen, wurde das Tagesprogramm verkündet: Die Prinzessin Judithus von Kochus wurde ins Märchenland entführt, und es galt sie wieder zu befreien. Wir wurden in Gruppen eingeteilt, die sich alle ein Märchen aussuchten. Es gab die 7 Zwerge (Schneewittchen), die Lucky Seven (Hans im Glück), die Flatulenzen am Stil (Rumpelstilzchen modern interpretiert), die 7 Schwertrosen (Dornröschen) und die 6 kleinen Schweinchen (die 3 kleinen Schweinchen).

Zuerst wurden Banner gemalt und Kostüme entworfen, sowie sich ein krasser Schlachtruf ausgedacht und dann ging es nach dem Mittagessen auf ins Gefecht. An verschiedenen Stationen wurden wir herausgefordert, uns unterschiedlichen Aufgaben zu widmen. Diese beinhalteten zum Beispiel Bogenschießen oder auch themenbezogene Rätsel. Michi, die Prinzessin auf der Erbse, präsentierte uns ein Tastspiel, bei dem wir blind Gegenstände erraten mussten, während wir beim Spiel „Hase und Igel“ unsere Balance und Schnelligkeit mit einem Zwiebellauf unter Beweis stellen mussten. Simon, das Spieglein an der Wand, stellte uns vor eine Rätselaufgabe: das Spieglein erzählte uns im Reimformat Rätsel, die auf ein Märchen hindeuten mussten. Diese mussten wir dann als Teams lösen. Beim bösen Wolf aus dem Märchen „die 3 Schweinchen“ mussten wir unser Kerzen- Auspust- Skills unter Beweis stellen. Nachdem alle Gruppen die Stationen erfolgreich bewältigt hatten, gab es noch eine Theateraufführung der jeweiligen Stücke der Gruppen. Besonders imposant war die Geburt des Kinde (Helene)  bei der Neuinterpretation von Rumpelstilzchen.

Zum Abendessen gab es dann Kötbullar mit Kartoffelbrei und Preiselbeeren. Nach dem Gaumenschmaus wurde dann wieder zurückgetauscht und der Abend klang entspannt bei ein paar Runden Werwölfen in der Oase aus.

Sommerlager 2022 – Tag 7

Nach den Feierlichkeiten des gestrigen Tages, welche für den ein oder anderen erst am nächsten Morgen endeten, hatten alle Lagerteilnehmer*innen die Möglichkeit, am heutigen Morgen auszuschlafen und ein offenes Frühstück bis 11:00 Uhr zu genießen. Hierbei gab es neben hartgekochten Eiern auch frische Brötchen.

Traditionell findet am Tag nach dem Bergfest unser Spiri-Tag statt, an welchem Ausruhen und Besinnung im Fokus stehen. Dieser wurde in der Morgenrunde angekündigt. Dafür fanden sich alle Lagerteilnehmer*innen in Paaren zusammen, um ein kleines Geschenk vorzubereiten, welches am Abend gegenseitig verschenkt werden soll.

Den gesamten Nachmittag verbrachte also jeder damit, sich Gedanken zu machen und kleinere und auch größere Geschenke zu basteln.

Nach dem Abendessen, welches aus Käsespätzle mit Bratkartoffeln und Gurkensalat bestand, wurden in der Abendrunde die Halstücher von Rovern und Leitern (und somit auch deren Zuständigkeiten) getauscht. Viele von euch werden wissen was das bedeutet, falls nicht werdet ihr morgen mehr dazu erfahren!

An die Abendrunde schloss sich dann die Spiri-Einheit an, welche von den beiden ROVERN Nele und Paula vorbereitet worden war. Mit Liedern und besinnlichen Denkaufgaben klang  der Abend entspannt aus . Die allabendliche Singerunde blieb natürlich ebenfalls nicht aus.

Und so endet ein weiterer Tag im Sola 2022!

(Zeitreise-Vorschub-Paradoxon: Danke an Rover Michi für das Schreiben dieses Artikels!)

Sommerlager 2022 – Tag 6

Kurz nach dem Frühstück waren am heutigen Tag alle bereits sehr beschäftigt, da der Lagerplatz für die WDR-Reportage hergerichtet und aufgeräumt werden wollte – wir wollen uns ja schließlich von unserer besten Seite zeigen! So wurde der Bannermast noch einmal optimiert, alle Zelten nachgespannt und alle herumliegenden Klamotten und Handtücher der Fundkiste zugeführt. Noch schnell alle Kinder in Lager-T-Shirt/Kluft & Halstuch packen, einmal Zähne putzen und dann kam um 10 Uhr auch bereits ein PKW mit einem WDR-Reporter auf unseren Platz gefahren. Etwa 3 Stunden lang begleitete er unser Lagerleben mit der Kamera und führte kleine Interviews mit einigen Kindern. Wir könnten an dieser Stelle jetzt noch viel dazu erzählen – aber hey, schaut euch den Bericht doch einfach selbst in der Mediathek an! Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß und konnten für den ein oder anderen wohl den Traum erfüllen, auch mal selbst ins Fernsehen zu kommen!

Nach dem Dreh war unser Tag aber noch lange nicht vorbei, denn wie es einigen aufmerksamen Lesern unseres Blogs schon aufgefallen sein könnte, ist die Hälfte unseres Lagers bereits vorbei und das kann nur eines bedeuten… Es ist Bergfest-Tag! An diesem besonderen Tag im Sommerlager gibt es immer allerhand für jeden zu tun, denn alle bereiten sich auf unsere große gemeinsame Feier am Abend vor. Alle Stufen bekommen eine Liste mit 17 Begriffen in die Hand von denen sie 10 in einem Schauspiel/einem Song oder ähnlichem verarbeiten sollen, welches am Abend aufgeführt wird. So mancher Gruppe wurde dabei im Laufe des Tages klar, dass es gar nicht so einfach ist, eine Idee für ein Theaterstück zu entwickeln, ein Skript und Texte zu schreiben, sich um Kostüme zu kümmern und dann auch noch Zeit mit Proben zu verbringen. Aber alle hängten sich voll in ihre Aufgaben und arbeiteten ihr Schauspiel mehrere Stunden lang aus. Die Küche arbeitete währenddessen ebenfalls wie immer in absoluten Hochtouren und bereitete das Festbankett vor! In der Großjurte wurde eine Bühne mit Backstage und Vorhang errichtet und alles festlich geschmückt.  Nach dem Abendessen, dem Spüldienst (den netterweise- und aus Effizienzgründen- die Leiterrunde übernahm) und den letzten hektischen Generalproben ging es dann auch endlich los!
Zuerst waren die Wölflinge dran und führten ein Theaterstück über ein Wettrennen um ein Superhelden-Ticket von einem Igel, einem Hasen, einer Katze und einer Schildkröte auf, welches unter lauter Bejubelung gefeiert wurde. Die Juffis wurden während des Informatik Unterrichtes durch einen Bug in das Spiel „Juffjambi“ gesaugt und mussten eine Reihe von Challenges bestehen um ihre Freundin zu retten und wieder aus dem Spiel entkommen zu können. Die Pfadis führten ein Drama über eine geklaute Bucci-Tasche und dem Leiden einer jungen Milliardärstochter auf und begeisterten dabei mit atemberaubenden Improvisationstalenten! Im Stück der Rover lachten wir alle über die verzweifelten Versuche des Professor Dr. Spitz, mit einer Zeitmaschine seinen Sohn Timmie zurückzubringen, die dabei aber ausversehen einige unbeabsichtigte Zeitreisende zu ihm brachten. Den Abschluss der Auftritte machten die Leiter, die in einer umgeschriebenen Version von dem Lied „Eine Insel mit zwei Bergen“ über das Lagerleben sangen. Alle Auftritte waren fantastisch und es wurde gelacht bis die Bauchmuskeln anfingen wehzutun. Zum Schluss wurden noch Mr. Und Mrs. Sola 2022 über das altbekannte Applausometer gekürt – die beiden Pfadis Anna-Lena und Micha konnten den diesjährigen Titel für sich gewinnen und wurde entsprechend gefeiert! Zum Abschluss des Bergfestes gab es für alle noch eine kleine Überraschung: die Bettgehzeiten für alle Stufen werden heute um eine Stunde nach hinten geschoben! Darüber freuten sich natürlich vor allem die jüngeren von uns und als ob das nicht schon reichen würde, gab es auch noch einen Pudding von der Küche der am Lagerfeuer genossen werden konnte. Die Nacht wurde mit Lagerfeuer und Musik gebührend gefeiert und auch an diesem Abend sollte es Personen geben die nur sehr sehr wenig Schlaf bekommen werden sollten… man munkelt sogar, dass man am nächsten Morgen Personen beobachtet haben soll, die immer noch am Lagerfeuer saßen und wohl an diesem Abend nie aus dem Schwedenstuhl aufgestanden sein sollen…  Da ist es wohl nur gut, dass das Küchenteam auch immer für ausreichend frischen Kaffee zu sorgen weiß, auf die ist einfach immer Verlass! Und so ging ein weiterer Tag unseres Sommerlager zu Ende.