Rover-Leiter-Lager Irland: Tag 9-10

Mit der Morgenrunde um 13:00 startete dieser erste Tag der letzten Woche. Das erklärte Ziel des Tages: Erholung; von den Strapazen der letzten Woche und insbesondere des letzten Abends. Das geht natürlich am Besten an Strand und Meer – und so sind schon bald unter gleißendem Sonnenschein (=die Abwesenheit von Regen) ein paar mutige Abenteurer mit Kanu und Kajak auf Lough Dan herausgefahren. Andere Abenteurer gingen auf Wanderung auf den Seeberg. Allen gemeinsam war, dass sie bei der Rückkehr anderes Wetter erwartete als beim Hinweg. Der Sonnenschein wechselte nämlich bald zum gewohnten Starkregen.

Der nächste Tag startete früh (für roverleiterlagerische Verhältnisse), denn unser Lieblingsbusfahrer Gerry holte uns im stilechtem Schulbus ab. Heute war Wander- und Stadt-Tag! Der Bus fuhr uns nach Greystones, von wo wir an der Küste entlang nach Bray wandern wollten. Uns erwartete ein wunderschöner Farnwanderweg, entlang einer farntastischen Küsten- und Klippenlandschaft. Zur Halbwegszeit spaltete sich unsere Gruppe: Ein Teil wollte weiter entlang des Wanderweges gehen, während ein anderer Teil sich vom Gipfelkreuz locken ließ. Nach viel bergauf (zufälligerweise zwischen Farnen), vorbei an Pferden (sogar mit Fohlen!) konnte die Sicht vom Gipfelkreuz genossen werde. Bray lag vor uns in seiner ganzen Pracht einer kleinen, irischen Touristenstadt. Nach kurzer Pause ging es weiter und bald trafen sich beide Wandergruppen wieder am Ortseingang von Bray. Hier wurde der Ort in Kleingruppen für die nächsten drei Stunden auf eigene Faust erkundet. Manche nutzten die Gelegenheit um ihre Kleidung vom irischen Duft zu befreien, Andere erfüllten sich einen langersehnten Traum und gingen bei Regen im Atlantik baden.

Gerry holte uns am Abend ab und fuhr uns müde Wanderer zurück zum Platz. Mit einem müden Lagerfeuerabend ging dieser Tag früh zu Ende.

-Andreas und Luise

Rover-Leiter-Lager Irland: Tag 7 und 8

Am Samstag war wieder ein entspannter Lagertag. Am Morgen bauten einige englische Pfadfinder auf dem Nachbarplatz eine Jurte auf. Das war für alle ein unterhaltsames Morgenprogramm, da die Aufbautechniken sich deutlich von unseren unterschieden. Einige von uns nutzen die freie Zeit, um den See auf Kanus und Stand-Up-Paddling Boards zu erkunden, andere bauten sich ein Go Brett, wieder andere probierten das in Dublin erworbene Munchkin-Set aus. Das Wetter war für unsere Verhältnisse erstaunlich gut, es regnete nur ein paar Mal kurz.
Abends gab es, anlässlich Katharinas Geburtstag, ein grünes Thai-Curry, gekocht von Peter und Katharina. Dafür hatten sie in Dublin extra im Asia- Laden eingekauft. Es hat super lecker geschmeckt, nur die ein oder anderen konnten mit der Schärfe nicht so gut umgehen. Nach dem leckeren Thai-Curry wurde wieder in der Jurte gesungen und Werwölfe gespielt und in den nächsten Geburtstag reingefeiert. Neles neues Lebensjahr wurde mit einem Schoko-Fondue gefeiert, und wir vernaschtden einige Kilos an Obst.
Sonntags war es dann Zeit für unser Bergfest (wie die Zeit fliegt!). Wir teilten uns in Kleingruppen auf und übten über den Tag kleine Theaterstücke ein, in die wir unsere 8 vorher gewählten, auf diesem Lager neu entstandenen Running Gags einbringen mussten.
Zum Abendessen gab es Gemüseburger mit Bratkartoffeln, und nachdem sich alle ins Foodkoma gegessen hatten, war es Zeit für unser Abendprogramm. Weil es den ganzen Tag über nur geschüttet hatte, feierten wir unser Bergfest in der Scheune des Zeltplatzes. Nach dem ein oder anderen Lachkrampf (es waren aber auch wirklich farntastische Theaterstücke!) ging es wieder in die Jurte zurück, dort wurde weiter gefeiert, bis spät in die Nacht (beziehungsweise früh in den Morgen). Die ein oder andere Runde Tupfenbauer durfte dabei natürlich nicht fehlen, dieses Mal mit Tupfen aus den Tattoos aus der Bravo.
Zum offenen Frühstück heute morgen kamen die ersten um 11, die letzten um 13 Uhr aus den Kohten gekrochen, pünktlich zur Ankunft von Andi und Andrea. Unser Bergfest war also mal wieder ein absolut gelungenes Fest.

Gut Pfad,
Louisa und Luise

Rover-Leiter-Lager Irland: Tag 6

Am gestrigen Tage fand eine kleine Lagerolympiade statt. Organisiert wurde das Ganze von einer kleinen Gruppe, bestehend aus einigen Leitern und Rovern. Aufgeteilt wurden wir in vier bunt gemischte Gruppen, in denen wir gegeneinander antraten. Die Olympiade begann mit einem kleinen Quiz über Irland, bei dem wir unser Wissen unter Beweis stellen konnten. Ich war leider etwas überfordert mit den doch etwas anspruchsvolleren Fragen, die meisten Fragen konnten allerdings doch meist richtig beantwortet werden. Hättet ihr zum Beispiel gewusst, welchen Beruf ein Kobold ausübt? (Sie sind Flickenschuster!)
Es folgte ein spannendes Schubkarrenrennen, in welchem wir einen Hindernis-Parcours absolvierten und unsere Team-Arbeit unter Beweis stellen mussten. Zuerst mussten wir einen Hügel hinunter brettern, mehrere Slaloms fahren und unterschiedlichstes Terrain überqueren. Nachdem wir im Ziel ankamen, wurde unsere Zeit gestoppt und verglichen. Daraufhin hatten wir besonders viel Spaß bei einer kreativen und etwas anderen Stadt-Land-Fluss-Runde (zum Beispiel an was man so denkt, während man auf dem Klo sitzt). Es folgten viele pädagogische (worauf unsere Leiter immer sehr viel Wert legen) Wettkämpfe, bei denen wir unser athletisches Können unter Beweis stellen mussten: Reifenschaukeln kombiniert mit Hufeisenwerfen, Gummi- Enten mit einer Schleuder in einen bestimmten Sektor schleudern und abschließend ein Wettschwimmen durch den eiskalten See zu einer Plattform und zurück, mit anschließender in den Wettkampf integrierter Erfrischung.
Es war ein sehr aufregender, anstrengender, aber auch schöner Tag für uns alle, der wie immer mit einem gemütlichen Lagerfeuer-Abend endete. Abends bekamen wir Besuch von ein paar Pfadfindern des VCP, mit denen wir gemeinsam sehr viele Lieder bis spät in die Nacht sangen und dabei ein paar Bierchen und/oder Cider schlürften. Auch unser nächster Geburstag wurde gefeiert, und Katharina hat es sogar geschafft, bis Mitternacht wachzubleiben, um mit uns in Ihren Geburtstag zu feiern.

Gut Pfad
Simon

Rover- Leiter- Lager Irland: Tag 5

Dublin

Gestern Morgen ging es nach einem kurzen Frühstück gut gestärkt auf den Weg nach Dublin. Unser Lieblingsbusfahrer Gerry ließ uns am Stephens Green raus und wir machten uns auf die Suche nach einer Tourist-Information, da wir im Prinzip komplett ohne Plan nach Dublin aufgebrochen waren. Nach dem kurzen Besuch der Tourist-Information waren alle um einen Stadtplan reicher und wir machten uns in Kleingruppen auf den Weg, Dublin zu erkunden.
Während die Einen noch ein paar neue Klamotten kaufen wollten, die sie auf dem Lager vermissten (neue Regenjacken und Fleecepullis, dem irischen Wetter sei Dank), bewunderten die anderen die kulturellen Seiten von Dublin.

Wir besuchten die Christ Church Cathedral, die älteste Kathedrale in Dublin, und bewunderten in der Krypta die mumifizierten Reste einer Katze und einer Ratte, die in den Orgelpfeifen der Kathedrale gefunden worden sind. Zudem genossen wir die Ruhe im Park des Trinity College und besuchten die (kostenlose) Ausstellung zum Thema „Perfektion“ in der Science Gallery der altehrwürdigen Universität. Einige von uns gingen ins Naturkundemuseum, und wieder andere machten sich auf den Weg zum Guinness Brauhaus, nur um festzustellen, dass Wartezeit und Preis dann doch das Budget eines kleinen Pfadfinders übersteigen.
Eine Gruppe verschlug es sogar bis in den Phoenix Park, der ungefähr 40 Minuten außerhalb des Zentrums liegt (Soviel Zivilisation wie in Dublin hat sie vielleicht einfach ein bisschen überfordert, nach einer halben Woche Lagerleben). Zudem gab es dort das größte Obelisken Monument in Europa zu bestaunen!
Andere gingen in einen irischen Pub, um ihr erstes frisch gezapftes Guinness in Irland zu genießen.

Abends trafen wir uns dann wieder, um alle zusammen in einem Pub essen zu gehen. Auch Andi und Andrea, die erst am Montag zu uns ins Lager kommen werden um vorher noch ein bisschen Dublin zu erkunden, sind zum Essen zu uns gestoßen.
Gut gestärkt von Fish an Chips, Irish Stew und Messy Chips ging es dann wieder zurück zum Stephens Green, wo uns Gerrys Kollege wieder abholte. Nach einer sehr stillen Rückfahrt ging es für die Meisten direkt ins Bett. Ein Tag abseits von der Ruhe des Platzes, mitten im Chaos von Dublin, war für uns anscheinend doch ermüdender als gedacht.

Gut Pfad,
Luise

ps: hier auch noch ein Nachtragsgeburtstagsfoto von Louisa und der Pfannenkuchentorte!

Rover-Leiter-Lager Irland: Tag 3-4

An Tag 3 und 4 unseres Irland- Lagers haben wir die Zeit genutzt, um den Platz zu erkunden und unseren Lagerplatz auszubauen. Soviel Freizeit wie hier sind wir gar nicht gewöhnt, aber alle genießen es, zu lesen, Sudokus zu machen oder auf Erkundungstour zu gehen.

Die etwas stärker motivierten unter uns haben sich entschlossen, unser Lager zu verschönern. So entstanden ein Lagerturm, überdachte Sitzplätze zum Essen, eine Wäscheleine und ein Küchenregal aus dem Bauholz vom Platz.
Auch am zweiten Morgen haben ein Paar besonders Mutige sich wieder gewagt, der Kälte des Lough Dans zu trotzen und sind jetzt um ein starkes Immunsystem und ein paar Schürfwunden auf Grund der spitzen Steine reicher. Gott sei Dank sind die Duschen hier so heiß, dass sich die Kälte schnell wieder aus den Gliedern vertreiben lässt.
Einige Kleingruppen gingen auf Entdeckungstour der näheren Umgebung, um den See in seinem vollen Ausmaß zu bewundern. Dabei wurden auch die ersten Blutegel gefunden und freundschaftliche Kontakte zu den hiesigen, grasfressenden Bewohnern geknüpft. Das Wetter bleibt abwechslungsreich, heute war es zum ersten Mal so warm, dass man die kurzen Hosen auspacken konnte, nur um 10 Minuten später wieder die warme Wolljuja überzuwerfen. Seit wir angefangen haben diesen Artikel zu schreiben, haben sich Sonnenschein und Regenwolken bereits drei Mal ein Duell geliefert.
Auch unsere Zelte werden durch das Wetter auf eine harte Belastungsprobe gestellt, sowohl die Mädchenkohte sowie unsere Jurte sind schon einmal eingekracht (aufgrund von Materialverschleiß, nicht wegen mangelnder Expertise, das versteht sich von selbst!) und stehen dafür jetzt um so sicherer.
Unser aktuelles Küchenteam, Daniel, TucTuc, Mätthes und Till, haben uns in den letzten Tagen auch mit leckerem Essen verwöhnt. Es gab Mac´n´Cheese, Djuvic-Reis und Tzaziki mit extra viel Knoblauch, um die Midgies fernzuhalten, selbstgemachtes Pfannenbrot und Milchreis.
Gestern Nacht haben wir unseren ersten Lagergeburstag gefeiert. Zum 18. Geburstag von Louisa gab es eine Pfannenkuchentorte, mit extra viel Liebe gemacht.
Wir genießen die Ruhe und das entschleunigte Leben ohne festes Programm und frühes Aufstehen auf Grund von frühaktiven Wölflingen sehr (auch wenn das manche Wölflingsleiter etwas anders sehen). Morgen geht es aber wieder früher raus, denn unser Chauffeur und Lieblingsbusfahrer Gerry kommt uns um 9 Uhr abholen um uns nach Dublin zu fahren. Wir freuen uns schon sehr auf den ersten echten kulturellen Input und sind gespannt, was wir das nächste Mal zu erzählen haben!

Gut Pfad,
Daniel und Luise

Rover-Leiter-Lager Irland: Tag 1

Tag 1-2: 11.-12. August

Nachdem wir in Langerwehe um 10.10 Uhr den Zug Richtung Düsseldorf genommen hatten, sind wir mit dem Flugzeug weiter nach Dublin geflogen, wo wir schon von unserem Busfahrer Gerry erwartet wurden.
Die Busfahrt zu unserem Zeltplatz am Lough Dan in den Wicklow Mountains war kurz und eng und noch nicht jeder hatte sich an den Linksverkehr gewöhnt.
Am Zeltplatz erwarteten uns bereits Libussa und Jonas, die schon seit Freitag auf dem Zeltplatz waren und die ersten Zelte aufgebaut hatten.
Angekommen ging der Aufbau direkt los und in Kürze standen alle 4 Kohten und die Schlafplätze konnten eingerichtet werden.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Kochen, da die irischen Gasanschlüsse nicht auf unsere deutschen Kocher gepasst hatten, kam unser Platzwart Zef und brachte uns einen Kocher vom Platz. Dann stand auch dem Abendessen nichts mehr im Wege und Andrik stellte treffend fest: „Ich weiß nicht, woran es liegt, aber auf dem Lager schmeckt jedes Essen so viel geiler als alles von zu Hause.“
Nach einer ersten kurzen Nacht wurden wir um 9 Uhr sanft von Peter geweckt und alle sind glücklich über den Geruch des ersten Lagerporridges munter aufgestanden.
Nach dem Frühstück ging es dann für ein paar besonders mutige das erste Mal in den Lough Dan. Trotz 11° C Außentemperatur hatten alle viel Spaß.
Jetzt sitzen wir in der trockenen Hütte der Rezeption und hoffen, dass das Wlan schnell genug ist um alle Fotos hochzuladen und gucken draußen dem ersten starken Regen zu.

Drückt uns die Daumen, dass das Wetter besser wird,
Gut Pfad,
Hannah und Luise