Rover-Leiter-Lager Irland: Tag 6

Am gestrigen Tage fand eine kleine Lagerolympiade statt. Organisiert wurde das Ganze von einer kleinen Gruppe, bestehend aus einigen Leitern und Rovern. Aufgeteilt wurden wir in vier bunt gemischte Gruppen, in denen wir gegeneinander antraten. Die Olympiade begann mit einem kleinen Quiz über Irland, bei dem wir unser Wissen unter Beweis stellen konnten. Ich war leider etwas überfordert mit den doch etwas anspruchsvolleren Fragen, die meisten Fragen konnten allerdings doch meist richtig beantwortet werden. Hättet ihr zum Beispiel gewusst, welchen Beruf ein Kobold ausübt? (Sie sind Flickenschuster!)
Es folgte ein spannendes Schubkarrenrennen, in welchem wir einen Hindernis-Parcours absolvierten und unsere Team-Arbeit unter Beweis stellen mussten. Zuerst mussten wir einen Hügel hinunter brettern, mehrere Slaloms fahren und unterschiedlichstes Terrain überqueren. Nachdem wir im Ziel ankamen, wurde unsere Zeit gestoppt und verglichen. Daraufhin hatten wir besonders viel Spaß bei einer kreativen und etwas anderen Stadt-Land-Fluss-Runde (zum Beispiel an was man so denkt, während man auf dem Klo sitzt). Es folgten viele pädagogische (worauf unsere Leiter immer sehr viel Wert legen) Wettkämpfe, bei denen wir unser athletisches Können unter Beweis stellen mussten: Reifenschaukeln kombiniert mit Hufeisenwerfen, Gummi- Enten mit einer Schleuder in einen bestimmten Sektor schleudern und abschließend ein Wettschwimmen durch den eiskalten See zu einer Plattform und zurück, mit anschließender in den Wettkampf integrierter Erfrischung.
Es war ein sehr aufregender, anstrengender, aber auch schöner Tag für uns alle, der wie immer mit einem gemütlichen Lagerfeuer-Abend endete. Abends bekamen wir Besuch von ein paar Pfadfindern des VCP, mit denen wir gemeinsam sehr viele Lieder bis spät in die Nacht sangen und dabei ein paar Bierchen und/oder Cider schlürften. Auch unser nächster Geburstag wurde gefeiert, und Katharina hat es sogar geschafft, bis Mitternacht wachzubleiben, um mit uns in Ihren Geburtstag zu feiern.

Gut Pfad
Simon

Rover- Leiter- Lager Irland: Tag 5

Dublin

Gestern Morgen ging es nach einem kurzen Frühstück gut gestärkt auf den Weg nach Dublin. Unser Lieblingsbusfahrer Gerry ließ uns am Stephens Green raus und wir machten uns auf die Suche nach einer Tourist-Information, da wir im Prinzip komplett ohne Plan nach Dublin aufgebrochen waren. Nach dem kurzen Besuch der Tourist-Information waren alle um einen Stadtplan reicher und wir machten uns in Kleingruppen auf den Weg, Dublin zu erkunden.
Während die Einen noch ein paar neue Klamotten kaufen wollten, die sie auf dem Lager vermissten (neue Regenjacken und Fleecepullis, dem irischen Wetter sei Dank), bewunderten die anderen die kulturellen Seiten von Dublin.

Wir besuchten die Christ Church Cathedral, die älteste Kathedrale in Dublin, und bewunderten in der Krypta die mumifizierten Reste einer Katze und einer Ratte, die in den Orgelpfeifen der Kathedrale gefunden worden sind. Zudem genossen wir die Ruhe im Park des Trinity College und besuchten die (kostenlose) Ausstellung zum Thema „Perfektion“ in der Science Gallery der altehrwürdigen Universität. Einige von uns gingen ins Naturkundemuseum, und wieder andere machten sich auf den Weg zum Guinness Brauhaus, nur um festzustellen, dass Wartezeit und Preis dann doch das Budget eines kleinen Pfadfinders übersteigen.
Eine Gruppe verschlug es sogar bis in den Phoenix Park, der ungefähr 40 Minuten außerhalb des Zentrums liegt (Soviel Zivilisation wie in Dublin hat sie vielleicht einfach ein bisschen überfordert, nach einer halben Woche Lagerleben). Zudem gab es dort das größte Obelisken Monument in Europa zu bestaunen!
Andere gingen in einen irischen Pub, um ihr erstes frisch gezapftes Guinness in Irland zu genießen.

Abends trafen wir uns dann wieder, um alle zusammen in einem Pub essen zu gehen. Auch Andi und Andrea, die erst am Montag zu uns ins Lager kommen werden um vorher noch ein bisschen Dublin zu erkunden, sind zum Essen zu uns gestoßen.
Gut gestärkt von Fish an Chips, Irish Stew und Messy Chips ging es dann wieder zurück zum Stephens Green, wo uns Gerrys Kollege wieder abholte. Nach einer sehr stillen Rückfahrt ging es für die Meisten direkt ins Bett. Ein Tag abseits von der Ruhe des Platzes, mitten im Chaos von Dublin, war für uns anscheinend doch ermüdender als gedacht.

Gut Pfad,
Luise

ps: hier auch noch ein Nachtragsgeburtstagsfoto von Louisa und der Pfannenkuchentorte!

Rover-Leiter-Lager Irland: Tag 3-4

An Tag 3 und 4 unseres Irland- Lagers haben wir die Zeit genutzt, um den Platz zu erkunden und unseren Lagerplatz auszubauen. Soviel Freizeit wie hier sind wir gar nicht gewöhnt, aber alle genießen es, zu lesen, Sudokus zu machen oder auf Erkundungstour zu gehen.

Die etwas stärker motivierten unter uns haben sich entschlossen, unser Lager zu verschönern. So entstanden ein Lagerturm, überdachte Sitzplätze zum Essen, eine Wäscheleine und ein Küchenregal aus dem Bauholz vom Platz.
Auch am zweiten Morgen haben ein Paar besonders Mutige sich wieder gewagt, der Kälte des Lough Dans zu trotzen und sind jetzt um ein starkes Immunsystem und ein paar Schürfwunden auf Grund der spitzen Steine reicher. Gott sei Dank sind die Duschen hier so heiß, dass sich die Kälte schnell wieder aus den Gliedern vertreiben lässt.
Einige Kleingruppen gingen auf Entdeckungstour der näheren Umgebung, um den See in seinem vollen Ausmaß zu bewundern. Dabei wurden auch die ersten Blutegel gefunden und freundschaftliche Kontakte zu den hiesigen, grasfressenden Bewohnern geknüpft. Das Wetter bleibt abwechslungsreich, heute war es zum ersten Mal so warm, dass man die kurzen Hosen auspacken konnte, nur um 10 Minuten später wieder die warme Wolljuja überzuwerfen. Seit wir angefangen haben diesen Artikel zu schreiben, haben sich Sonnenschein und Regenwolken bereits drei Mal ein Duell geliefert.
Auch unsere Zelte werden durch das Wetter auf eine harte Belastungsprobe gestellt, sowohl die Mädchenkohte sowie unsere Jurte sind schon einmal eingekracht (aufgrund von Materialverschleiß, nicht wegen mangelnder Expertise, das versteht sich von selbst!) und stehen dafür jetzt um so sicherer.
Unser aktuelles Küchenteam, Daniel, TucTuc, Mätthes und Till, haben uns in den letzten Tagen auch mit leckerem Essen verwöhnt. Es gab Mac´n´Cheese, Djuvic-Reis und Tzaziki mit extra viel Knoblauch, um die Midgies fernzuhalten, selbstgemachtes Pfannenbrot und Milchreis.
Gestern Nacht haben wir unseren ersten Lagergeburstag gefeiert. Zum 18. Geburstag von Louisa gab es eine Pfannenkuchentorte, mit extra viel Liebe gemacht.
Wir genießen die Ruhe und das entschleunigte Leben ohne festes Programm und frühes Aufstehen auf Grund von frühaktiven Wölflingen sehr (auch wenn das manche Wölflingsleiter etwas anders sehen). Morgen geht es aber wieder früher raus, denn unser Chauffeur und Lieblingsbusfahrer Gerry kommt uns um 9 Uhr abholen um uns nach Dublin zu fahren. Wir freuen uns schon sehr auf den ersten echten kulturellen Input und sind gespannt, was wir das nächste Mal zu erzählen haben!

Gut Pfad,
Daniel und Luise

Rover-Leiter-Lager Irland: Tag 1

Tag 1-2: 11.-12. August

Nachdem wir in Langerwehe um 10.10 Uhr den Zug Richtung Düsseldorf genommen hatten, sind wir mit dem Flugzeug weiter nach Dublin geflogen, wo wir schon von unserem Busfahrer Gerry erwartet wurden.
Die Busfahrt zu unserem Zeltplatz am Lough Dan in den Wicklow Mountains war kurz und eng und noch nicht jeder hatte sich an den Linksverkehr gewöhnt.
Am Zeltplatz erwarteten uns bereits Libussa und Jonas, die schon seit Freitag auf dem Zeltplatz waren und die ersten Zelte aufgebaut hatten.
Angekommen ging der Aufbau direkt los und in Kürze standen alle 4 Kohten und die Schlafplätze konnten eingerichtet werden.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Kochen, da die irischen Gasanschlüsse nicht auf unsere deutschen Kocher gepasst hatten, kam unser Platzwart Zef und brachte uns einen Kocher vom Platz. Dann stand auch dem Abendessen nichts mehr im Wege und Andrik stellte treffend fest: „Ich weiß nicht, woran es liegt, aber auf dem Lager schmeckt jedes Essen so viel geiler als alles von zu Hause.“
Nach einer ersten kurzen Nacht wurden wir um 9 Uhr sanft von Peter geweckt und alle sind glücklich über den Geruch des ersten Lagerporridges munter aufgestanden.
Nach dem Frühstück ging es dann für ein paar besonders mutige das erste Mal in den Lough Dan. Trotz 11° C Außentemperatur hatten alle viel Spaß.
Jetzt sitzen wir in der trockenen Hütte der Rezeption und hoffen, dass das Wlan schnell genug ist um alle Fotos hochzuladen und gucken draußen dem ersten starken Regen zu.

Drückt uns die Daumen, dass das Wetter besser wird,
Gut Pfad,
Hannah und Luise

Start des Rover-Leiter-Sommerlagers 2019

Am Sonntag, dem 11.08. startet unser diesjähriges Sommerlager. Wir fahren mit der Rover und Leiterstufe nach Irland an den Lough Dan.

Der Vortrupp hat den Lagerplatz bereits gestern erreicht und erwartet dort nun den Rest der Gruppe!

Wie in den Jahren zuvor möchten wir euch auch dieses Jahr hier wieder (unregelmäßig) mit Fotos vom Lagergeschehen versorgen. Auch auf Instagram könnte das ein oder andere Bild oder eine Story zu finden sein. Folgt uns also auch gerne unter @dpsglangerwehe!

Wir freuen uns über eure Kommentare, die wir auch in diesem Jahr wie gewohnt als »Nachrichten aus der Zivilisation«  in unseren Lagerrunden kund geben werden.

Wir freuen uns auf ein tolles Lager!

#irland19

Pfadi Osterfahrt 2019

Am 23. April 2019 traf sich ein Teil der Pfadistufe um 8:00 Uhr am Pfarrheim, um zur diesjährigen Osterfahrt aufzubrechen. Noch ein wenig träge fingen wir an, den kompletten Inhalt unserer Rucksäcke nochmal neu zu packen, was bei manchen Pfadis für Bestürzung sorgte. Dabei wurden Dinge wie Kuscheltiere, Schminke, ein zweites paar Schuhe, überschüssige Sonnencreme  und eine Flasche Trockenshampoo aussortiert. Nachdem unsere Rucksäcke neu gepackt und mit dem Gruppenmaterial bestückt waren, ging es los in Richtung Bahnhof.

Nach der dreistündigen Zugfahrt, die wir mit Kuchen essen, Karten spielen, Planung der Einkäufe und Singen verbrachten, wobei Judith 10 € nachträglich zu ihrem Geburtstag erhielt, kamen wir in Niederlahnstein an. Dort gingen wir erst einmal einkaufen, wobei wir 5 € von einem Passanten erhielten, welche wir in Spaghetti-Eis investierten, und uns für die nächsten zwei Tage mit Lebensmitteln eindeckten.

Dann ging es zum Rheinsteig. Manche waren schon nach den ersten 100 Metern am verzweifeln (als wir noch garnicht auf dem Rheinsteig angekommen waren) – das konnte ja lustig werden!

Unsere 8 km lange Etappe führte uns nach einigen Auf- und Abstiegen auf einen Bergrücken, wo wir nach einer geschickten Abkürzung, die uns ein weiteren Berg ersparte, einen geeigneten Lagerplatz fanden. Während die Leiter begannen, die Planen zu knüpfen, suchten die Pfadis Feuerholz und Zeltstangen. Doch was war das? Eine Hutze war verschwunden! Diese tauchte auch an diesem Abend nicht mehr auf, sodass Mayas Poncho als Kohtenabdeckplane dienen musste. Trotzdem schafften wir es nach einiger Zeit die Zelte auf dem steinigen Untergrund aufzubauen und ein Lagerfeuer anzuzünden, um das Essen (Couscous-Salat & Würstchen: Pfadi-Grillparty!) zuzubereiten. Bei Kerzenschein und Gesang ließen wir unseren ersten Fahrtenabend gemütlich ausklingen. 

Nachdem die Leiter vor acht (!) unsanft aufgeweckt wurden, tauchte auch die verschwundene Hutze wieder auf. So konnten wir nach einem Frühstück mit Brot, Käse & Aufstrich alles wieder einpacken und auf den Rheinsteig zurückkehren.

„Und so geht es immer munter, Berge rauf und wieder runter…“ – Dies wurde am zweiten Tag schnell zu unserem Fahrtenlied und Lebensmotto. Die 15 km lange Etappe, auf welcher wir 750 Höhenmeter bezwingen mussten, schlängelte sich zwar durch bildschöne Landschaft, trieb uns aber auch den Schweiß ins Gesicht. Umso mehr freuten wir uns, als wir am späten Nachmittag unser Ziel erblickten: eine luxuriös ausgestattete Schutzhütte mit Grillhütte, fließendem Wasser der Marke Leatherman und einem wunderschönen Blick auf den Rhein. Ein regnerischerer, aber dennoch idyllischer Singeabend mit leckerem Essen (Reis mit Scheiß) bescherte uns schöne Erinnerungen an diesen doch so anstrengenden Tag.

Der nächste Morgen begann mit Porridge im Regen und sollte doch zum schönsten Tag dieser Fahrt werden. Nach dem Frühstück und Packen der Rucksäcke ging es zum Supermarkt, um unsere Vorräte aufzustocken und anschließend ein Stück Weg mit der Bahn abzukürzen. Im Zieldorf angekommen, kauften sich die Leiter ein wohlschmeckendes, alkoholisches Getränk (Wein, für den Abend!), während die Pfadis am Rheinufer Scherben sammelten. Für die Umwelt und so. Dafür wurden einige Hauspunkte vergeben. Wir füllten unsere Wasserflaschen am letzten Haus des Dorfes auf und betraten erneut den Rheinsteig, welcher uns direkt wieder einen Berg hinauf führte. Eine Kuhtränke ermöglichte uns eine herrliche Erfrischung nach einem schweißtreibenden Anstieg. Dann sind wir einfach weitergegangen und es begann der schönste Weg der Fahrt: ein schmaler Pfad, welcher sich am Hang entlang schlängelte und uns mit grandiosen Ausblicken belohnte. Nach einer kox’schen Pause und einem letzten Aufstieg, erreichten wir unser Tagesziel: eine Schutzhütte, mit der bisher schönsten Lage. Wir begannen sofort mit den Vorbereitungen für unseren letzten Abend: bereiteten unsere Schlafplätze, richteten die Schutzhütte ein, sammelten Feuerholz und schnippelten über ein Kilo Pilze. So verbrachten wir einen grandiosen Fahrtenabschluss mit Nudeln in Champignonrahmsoße, Tschai, Wein für die Leiter, Leckereien und vielen Liedern am Lagerfeuer. Amen.

Der Tag begann mit Frühstück im Bett und einer Probe (des Beitrags der Pfadis für den rheinischen Singewettstreit) vor der Schutzhütte mit applaudierenden Wanderern. Bei leider etwas schlechterem Wetter bezwangen wir die letzten Kilometer mit Leichtigkeit und nach einem letzten anstrengenden Anstieg erblickten wir zum ersten Mal von einem Felsplato aus das Ziel unserer Fahrt: Burg Rheinfels! Doch noch waren wir nicht angekommen… vorbei an Baby-Schafen und Schutzhütten führte unser Weg in das kleine Dorf St. Goarshausen. Von dort aus setzten wir mit dem Schiff über, wobei die Schifffahrt genau zwei Seemannslieder lang andauerte, und betraten schlussendlich den Grund und Boden von St. Goar, der Stadt, die immer gastlich war. In der Fußgängerzone gönnten wir uns noch eine Kugel Eis (Riesling-Wein-Eis für die Leiter!) und bezwangen schlussendlich den letzten Anstieg, der uns schlussendlich auf die Burg führte. Überglücklich und stolz darüber, den Weg zur Burg zu Fuß bezwungen zu haben, traten wir durch das Burgtor und steuerten den Stammplatz unseres Stammes an. Dort trafen wir auf die Rover, welche von Langerwehe aus über mehrere Tage mit den Fahrrädern angereist und schon vor uns angekommen waren und nicht viel später traf auch der Rest unserer Pfadirunde zusammen mit den Juffis mit dem Zug ein!

So ging zwar eine wunderschöne Fahrt zu Ende, doch begann zugleich das nächste Abenteuer: der Rheinische Singewettstreit auf Burg Rheinfels zu St. Goar!

Fotografiert haben wir auf der Fahrt übrigens mit zwei analogen Einwegkameras :-) 

Geschrieben von Maya, Judith & Nele