Tag 13: 21.7.

Das Ende des Sommerlagers wirft seine Schatten voraus. Donnerstag (21. Juli) ist der vorletzte Tag unseres Lagers. Und es ist unser Video-Tag!

Wenn ihr schon länger unser Pfadfindergeschehen hier verfolgt, dann wisst ihr, dass wir großen Spaß daran haben, Videos aus unseren Sommerlagern mitzubringen. Und diese Videos müssen natürlich auch gedreht werden.

Also läuft die Kamera nach dem Frühstück wild durch’s Lager und filmt, filmt, filmt. Insbesondere nach dem Mittagessen, wenn wir die 2016er Version unseres Pfad to Amarillo Videos drehen. Freut euch schon mal drauf; es ist toll geworden!

Nach dem Videodrehen folgt dann ein weiterer Punkt auf unserer Sommerlagerliste: Das Gruppenfoto. Das dann nahtlos in unsere Lagertaufe übergeht. Die Teilnehmer, die zum ersten Mal im Lager mit uns unterwegs sind, werden willkommen geheißen – ganze 14 Personen. Und werden durch einen Parcours quer durch’s Lager geführt. Das Ende bildet eine Wasserrutsche, über die die Täuflinge gezogen werden. Pünktlich dazu setzt natürlich auch der erste Regen seit 10 Tagen ein. Aber das tut der Stimmung keinen Abbruch.

Am Abend gibt es noch einen letzten Lagerfeuerabend mit vielen Liedern. Morgen wird der Abbau langsam nach der Morgenrunde starten. Vielleicht kommen die Bilder dazu erst im Laufe des Wochenendes online.

Tag 12: 20.7.

Am Mittwoch, den 20. Juli, gab’s bei uns im Lager etwas völlig Neues. Die Roverstufe veranstaltete einen Singewettstreit! Bei einem Singewettstreit treten verschiedene Gruppen an, um sich im Singen zu messen. Eine Jury richtet über Lieder, die so gut wie möglich vorgetragen sein sollten, auch gerne mit mehreren Stimmen und Instrumenten; es kann ein selbstgedichtetes Lied sein, oder ein Lied von jemand anderen – Original oder Adaption. Der Vorstellung sollen keine Grenzen gesetzt sein; es geht um’s Musizieren. Die Roverstufe ist der Ausrichter dieses ersten Langerweher Sommerlager-Singewettstreits und stellt daher auch die Jury, die die Beiträge bewertet. Bei uns könnte es keine geeignetere Gruppe geben, haben die Rover doch in den letzten Monaten zwei Wettstreite in Deutschland gewonnen. (Ja, wir sind ein wenig stolz…)

Bevor es gegen 17:00 Uhr mit dem Singewettstreit los geht, starten wir natürlich auch diesen Tag mit einem guten Frühstück und einer Morgenrunde. Während die einzelnen Gruppen, die am Abend antreten werden (fünf an der Zahl) fleißig üben, wird im Lager viel (gesellschafts-)gespielt. Bewegung wird heute wieder auf ein Minimum reduziert, denn die Sonne brät uns ordentlich von oben. Wir sind froh um jede Luft, die uns ein wenig erfrischend um die Ohren weht. Die Pfadis machen heute eine Gruppenaktion, zu der sie gestern nicht mehr gekommen sind: Sie bauen gemeinsam eine Brücke über ein fiktives Gewässer.

Nach einem abkühlenden Wassereis geht’s dann am späten Nachmittag los mit dem Wettstreit. Bevor die einzelnen Gruppen ihre Darbietungen präsentieren, zeigen die Rover noch kurz zur Einstimmung, wie so ein gut-vorgetragenes Lied aussehen kann.
Am Tag zuvor war die Reihenfolge der Präsentationen ausgelost worden und so starten heute die Juffis mit zwei Bündischen Liedern. Toll vorgetragen und begleitet mit Gitarren und Flöten. Echte Profis! Es folgt Zaja die Solo ebenfalls ein Bündisches Lied zum Besten gibt. Auch hier: Professionell vorgetragen und voller Elan. Als Drittes treten »Bibi und Tina« auf, zwei Wölflinge und ein Juffi, die Songs von Bibi und Tina singen. Sehr süß und äußerst textsicher. Als vorletzte Gruppe zeigen die Pfadis der »8 Peiloten«, wie man ein klassisches, ungarisches Lied mit ordentlich Doppeldeutigkeit umdichten kann. Ein Lacher – und ein gut vorgetragener dazu! Zum Schluss kommt Wölfling Michael und präsentiert seine frisch gelernten Gitarrenkenntnisse der letzten Tage. Auch hier, Respekt für den Mut.
Bevor der Singewettstreit beendet ist tritt noch ein Überraschungsgast auf. Symon, Amle, Cookie und der fahrende Händler kommen aus der Sommerlagergeschichte vorbei und wollen Liedgut als »The Farshire Four« vortragen. Just als sie damit beginnen wollen, tritt der Sheriff auf den Plan, der das Quartett kurzerhand zum »The Farshire Five« erweitert. Es folgen zwei umgedichtete Lieder, voller Herzschmerz, Versöhnung und, schließlich, Freude. Gar liebliche Singstimmen, wie ich aus erster Hand zu berichten weiß.

Der Wettstreit hat allen furchtbar viel Spaß gemacht – und wir alle waren begeistert (und vielleicht ein wenig positiv überrascht), welche Qualität alle Vorträge hatten. In der Abendrunde prämierten die Rover die Gewinner. Platz eins belegte die Juffi-Gruppe!

Heute, in der vorletzte Nacht des Lagers, dürfen die Pfadis, Juffis und Wös draußen, und sternklarem Himmel schlafen, wenn sie wollen. Das Angebot wird auch von vielen angenommen, deren Sternenausblick seltsamerweise das Einschlafverhalten zu beeinflussen scheint…

Tag 11: 19.7.

Nach so einem anstrengenden Tag am Strand ist ein wenig Ruhe am Platz nötig. Insbesondere, weil das Wetter nur wärmer und wärmer wird. Deswegen machen wir am Dienstag, 19. Juli, einen Stufentag. Das heißt: Die Stufen machen Programm hauptsächlich unter sich.

Stufentag, mit einer kleinen Ausnahme: Nach dem Frühstück kann jeder Lagerteilnehmer einen Wimpel bemalen. Was drauf kommt ist egal, aber am Ende sollen alle an eine Schnur gehängt werden. Alle geben sich sehr viel Mühe und fabrizieren tolle Kunstwerke.

In der restlichen Zeit kann man die einzelnen Stufen verstreut auf dem Platz finden. Außer die Rover, die machen heute einen Ausflug zu einer Burgruine. Die Wös erkunden heute die Buddens’schen Höhlensyteme, Die Juffis und Pfadis üben fleißig für den nächsten Tag. Was da ansteht erfahrt ihr morgen.

Nach einem Abendessen mit leckeren Folienkartoffeln mit Quark (und mehr) endet auch dieser Tag mit einer Abendrunde. Mittlerweile zieht ein wenig Wind auf, der nicht nur etwas Abkühlung verschafft, sondern auch die Mücken ein wenig vertreibt.

Tag 10: 18.7.

Am Montag, den 18. Juli, fliegen wir aus. Anstelle des Frühstücks um 9:00 Uhr erwartet die Teilnehmer ein Bus – und von den Leitern geschmierte Brote für ihre Lunchboxen.

Wir fahren knapp 20 Minuten südwärts um zur Ärmelkanalküste zu kommen. Dort ist Durdle Door, ein sehenswerter Steinbogen direkt am Strand. Wir müssen ein paar Meter wandern, aber trotz der Hitze lohnt es sich. Ein toller An- und Ausblick und kühles Wasser um die Füße zu erfrischen.
Aber Durdle Door ist nicht das letzte Ziel des Tages. Wir wandern ein Stück weiter (eigentlich: zurück) und über eine Klippe hin zu Lulworth. Das ist ein kleines Touristen- und Hafenstädtchen, das im Eingang zu einer malerischen Bucht, Lulworth Cove, liegt. Schaut euch die Bilder an; es war noch mal doppelt so toll.
In der Bucht lassen wir uns nieder und richten einen Jurten-Sonnenschutz auf dem Kieselstrand ein. Endlich dürfen auch die Badehosen ausgepackt werden und ins kühle Nass gesprungen werden. Die Hitze des Tages macht einem die Entscheiden, ob man sich nun ins kalte Wasser vorwagen möchte, sehr einfach. Wir planschen, lesen, sonnen, tauchen, spielen. Ein Kieselstrandtag. Zum Mittagessen bekommen alle Teilnehmer Geld, mit dem sie sich in Lulworth etwas zu Essen kaufen können. Wir sind hier schließlich in der Fish-and-Chips-Region.

Um 17:00 Uhr holt uns der Bus wieder in Lulworth ab und wir fahren zurück zum Zeltplatz. Auch die Rover sind mit an Board. Eigentlich wollte die Gruppe heute auf eine Hike aufbrechen. Aber das Wetter ist einfach zu heiß. Morgen folgt ihr Alternativprogramm.
Zum Abendessen gibt es Sandwiches mit Salat. Natürlich machen wir auch wieder ein Feuer an; nicht zu letzt um Noras Geburtstag zu feiern. Sie wird heute vierzehn.
Es folgt eine klare Nacht mit Fast-Vollmond, bei der sich mystisch Bodennebel durch die Zelte windet. Ein toller Anblick! (Dessen Fotos auf eine anderen Speicherkarte sind. Sorry.)

Tag 9: 17.7.

Sonntag, der 17. Juli, startet verspätet. Ihr erinnert euch: Gestern war unser Bergfest. Bis spät in den Abend präsentierten alle Altersstufen ihr Programm; bis später in der Nacht sitzen wir am Lagerfeuer.
Heute morgen ist dann Ausschlafen angesagt: Das Frühstück startet 90 Minuten später als normalerweise (also 10:30 Uhr) und ist als Buffet aufgebaut. Das heißt kein gemeinsamer Frühstücksstart, sondern ein fließendes, offenes Frühstück bis 11:00 Uhr.

Auch danach ist der anstrengende Samstag (oder etwa die anstrengenden letzten Tage?) allen noch spürbar in den Knochen – die drückende Hitze tut sein übriges. Es gibt einen freien Lagertag, bei dem gechillt, gemalt und geschnitzt wird.
Letzteres entweder zum Vergnügen, oder schon mit einem Hintergedanken. Denn am Abend gibt es eine Spiri-Runde, bei der wir in ruhiger Atmosphäre das bisherige Lager Revue passieren lassen. In der Runde wollen wir uns auch wieder Geschenke machen. Jeder Lagerteilnehmer hat einen Partner, mit dem er oder sie etwas Selbstgemachtes aus der Natur austauscht. Außerdem werden gute Wünsche mit auf den Weg gegeben. Es werden Hüte verschenkt, Holzschnitzereien, hübsche Steine, praktische Geräte. Tolle Kreativität kommt zum Vorschein.

Bereits zur Spiri-Runde sind wir zum Feuerplatz des Zeltplatzes gegangen, ca. 200 m entfernt. Nach der Spiri-Runde läuten wir unseren ersten, richtigen, großen Lagerfeuerabend ein. Inklusive leckerem Stockbrot und Brötchen aus dem Dutch-Oven für die Größeren. Ein ruhiger Lagertag, der an einem funkelnden Lagerfeuer zu Ende geht. Und beim Zubettgehen erwartet uns noch ein vom Mondlicht gefärbter Lagerplatz, durch den sich langsam Nebel wälzt.So schläft es sich gut.

Tag 8: 16.7.

Wer mitgezählt hat weiß, dass dieser Samstag (16. Juli) die Mitte des Lagers markiert. Und wie es sich für ein ordentliches Lager gehört, feiern wir diesen Umstand mit einem Fest; dem Bergfest!

Also heißt es nach einem guten Frühstück und kurzer, aber intensiver Zelt-Aufräum-Aktion: Vorbereiten für den Abend. Jede Altersstufe bekommt 10 Lager-Begriffe an die Hand, die sie in einer Aufführung am Abend dem Rest des Lager präsentieren müssen. Entweder in Liedform, als Theaterstück, als Geschichte, als… – der Kreativität sollen keine Grenzen gesetzt sein. Unter den Begriffen: das Buddens’sche Höhlensystem, Sheriff, Porridge, Red Squirrel, Wechselwind der Gefühle und noch ein paar mehr.

Unter der drückenden Sonne, die uns bei ca. 30°C den ganzen Tag begleitet, setzt sich jede Stufe konzentriert zusammen und bereitet ihren Part für den Abend vor. Während die Leiter auf dem Platz die Bühne vorbereiten – die Theaterjurte macht heute ihrem Namen wieder alle Ehre –können sie aus den schattigen Gebüschen um den Platz herum übende Stimmen hören. Auch die Leiter selbst haben natürlich einen Teil am Abend, den sie traditionell geplant auf den letzten Drücker vorbereiten.

Bevor es dann richtig los geht, muss so ein Fest natürlich auch mit einem festlichen Mahl begonnen werden. Hier zaubert unser Küchenteam Burger für alle. Mit Carrot-Cole-Slaw, mit karamellisierten Zwiebeln, mit Salat, mit vielen Saucen – vegetarisch oder nicht; ein echter Gaumenschmaus!
Beim Bergfest starten die Juffis, die in einem Theaterstück die Geschichte vom geklauten Schaf von Brownsea Island erzählen. Die Wös führen ein Stück mit dem Sheriff und lebendem Porridge auf. Die Pfadis spinnen in einem Spiel die Lagergeschichte von der anderen, der Sheriff-Seite weiter und lassen kein Wortspiel unausgesprochen. Die Rover überzeugen in einer Darbietung über die Wahre Geschichte des Robin Hood aus Farshire Forest. Die Leiter geben ein Live-Werbefernsehen zum Besten, in dem sie z.B. Porridge als Beauty-Produkt anpreisen. Alle haben sehr viel Spaß bei den durchweg verrückten Geschichten.

Bevor der Abend gemeinsam am Lagerfeuer beendet wird, werden noch die besten Kostüme des Abends prämiert. Mara mit Lilly, dem Schaf, wird Misses Sommerlager, Paula Ramle wird Mister Sommerlager.

Zur Feier des Tages werden auch die Schlafzeiten gelockert und nach hinten geschoben. Was das für den nächsten Sonntag heißt, lest ihr morgen!