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Tag 10: Ausflugtag nach Landau

Nachdem Leiter und Rover wieder in ihren ursprüngliche Rollen geschlüpft sind, lassen wir heute die Zeitmaschine stehen und starten lieber mit Bus um 9:30 Richtung Landau in der Pfalz. Mittwoch ist Ausflugstag!

Bis zum Mittagessen haben die einzelnen Stufen Gelegenheit für sich die Stadt zu erkunden. Wir sehen schöne Gebäude (inkl. der Jugendstil-Festhalle), nette Plätze und praktische Drogeriemärkte. Es wird das ein oder andere Eis gekauft.

Ab dem Mittagessen besuchen wir dann das Freibad in Landau, wo wir bis zum späten Nachmittag den Liegeplatz und besonders die Pools unsicher machen. Die Rutsche hat es den Pfadfindern besonders angetan, die sich im Synchron- und Massenrutschen üben.

Zurück am Platz sind die Knochen müde und die Augen schläfrig. Es gibt leckeres Abendessen – passend zum Thema Nordamerika mit Süßkartoffeln und gebackenen Bohnen – und auch ein Lagerfeuer, das aber heute besonders früh gen Bett verlassen ist.

Tag 9: Rover-Leiter-Paralleluniversum

Der nachfolgende Beitrag ist komplett von der Roverstufe erstellt worden. Text entstammt der Feder von Ronja und Paula, Fotos sind von Benedikt und Paula.

Aufgrund eines Defektes von SCOUTT 3000 landeten wir nicht im Orient sondern in einem Paralleluniversum, in welchem sich die Rollen der Leiter und Rover vertauscht hatten. Während die zur Rückreise nötigen Reparaturen vorgenommen wurden, nahmen die neuen Leiter das Lager in die Hand und jeder übernahm die Aufgaben des Tauschpartners.

Als erste gute Tat wurden die Bettgehzeiten für alle Gruppen eine halbe Stunde nach hinten verschoben und die neuen Leiter hatten die ehrenvolle Aufgabe die Bettgehritualien zu übernehmen.
Die Aufstehzeiten wurden allerdings nicht verschoben da ein tagfüllendes Programm geplant war. Dieses begann eine Stunde nach dem gemeinsamen Frühstück, an dem nur die Wölflinge nicht teilnahmen, da ihre Leiter mit ihnen etwas Besonderes geplant hatten: Es stand ein Picknick auf einer nahegelegenen Lichtung an um den Tag auf besondere Art und Weise zu starten. Nach dem Frühstück hatten alle Gruppen eine Stunde Freizeit, welche zum Beispiel zum Vorbereiten des Abendprogramms oder für eine kleine Wanderung genutzt wurden.

Dann startete auch schon das Tagesprogramm. Eine zweiteilige Unterbeweisstellung des Kampfmutes in Form von Wikingerspielen. Der gesamte Stamm wurde in vier Kriegergruppen eingeteilt, inklusive der neuen, hochmotivierten Rover. Ähnlich der Lagerolympiade gab es Schlachtrufe in jedem Team um die Begeisterung und das Durchhaltevermögen bei den zu absolvierenden Aufgaben anzustacheln.

Vier nordische Götter testeten die Gruppen in Stärke, Wissen, Geschicklichkeit und Zusammenhalt. Die dort erspielten Punkte waren wichtig für die zweite Hälfte des Programms am Nachmittag. Nach einer Stärkung durch nordische Kaiserschmarren des professionellen Küchenteams ging es mit einem finalen Geländespiel weiter. Dieses sollte den endgültigen Gewinner der vier Teams festlegen. Nach ein paar kleinen Regelunstimmigkeiten hatten alle Spieler Spaß. Nur eine Anmerkung: Beim nächsten nehmen wir ein etwas besseres Gelände.

Ganz nach den Traditionen der Nordmänner war der Abend natürlich noch nicht zu Ende. An einer langen Tafel wurden den ausgepowerten Teams Käsespätzle und Früchtequark serviert. Nach dem Essen luden die Götter zu einer Vorführung der Rover ein – denn was wäre ein Wikingerfest ohne die nötige Bespaßung? Von witzig zusammengesetzten Bravo-Zitaten, selbstgeschriebenen Liedern und galaktischen Battle-Raps, philosophischen Antworten auf die Frage, warum der Mensch ein Schaf ist, lustigen Wort-Spielen, einem Poetry-Slam an das Schöne im Lagerleben, bis zu einem spektakulären, musikalisch untermalten Spiel mit dem Feuer war alles dabei.

Nach Ende dieses Einfallsreichen Abendprogramms wurden als letzter Akt des Tages die Halstücher zurückgetauscht und jeder nahm wieder seinen angestammten Platz im Lager ein. Anschließend verbrachten wir den Rest des Abends am Lagerfeuer – wie eigentlich jeden Abend – und die Kinder verabschiedeten sich wieder zu den regulären Schlafenszeiten in ihre Zelte.

Tag 8: Indianerbesuch

Der erste Tag der zweiten Woche des Sommerlagers beginnt mit einer Zeitreise. Zeus gab vor dem Wochenende den Tipp und der Stamm reist ins Nordamerika des 16. Jahrhunderts.
Dort begrüßen sie Häuptling und Schamane des lokalen Indianerstammes. Beim Kennenlernen stellt sich heraus, dass auch sie einen Fuchs vermissen, der zufälligerweise direkter Vorfahre des Stammesfuches ist. Welch Zufall! Der Schamane fühlt, dass beide Füchse im Orient zu finden sind. Bevor die Zeitreise allerdings weitergehen kann, muss SCOUTT 3000 wegen Überhitzung etwas pausieren. Eine gute Gelegenheit das Lager der Indianer zu besuchen.
Dort gibt es an verschiedenen Positionen Workshops, die besucht werden können. Es können Totems gebastelt, Armschmuck hergestellt, Traumfänger gebaut und es kann mit Pfeil und Bogen geschossen werden. Ein toller und abwechslungsreicher Tag, der allen viel Spaß macht.
Zum Abend hin ist SCOUTT 3000 wieder aufgeladen und hat genug Energie für eine weitere Zeitreise. Doch wegen technischer Probleme klappt das nicht so genau. Wir haben einen Zeitunfall! Was, wo und wieso – das erfahrt ihr morgen!

Tag 7: Spiri-Tag

Am Morgen nach dem Bergfest ist immer alles etwas anders. Das Frühstück ist nicht um 8:30, sondern startet offen um 9:00 und geht bis 10:30. Die Langschläfer unter uns freuen sich – d.h. die, die es auch zeitig ins Bett geschafft haben. Das Lagerfeuer ging bis spät (/früh) in die Nacht.

So feierlich und laut der gestrige Tag war, so ruhig und besinnilich ist der heutige. Wir haben einen Spiri-Tag, um etwas in uns zu kehren. Alle Lagerteilnehmer arbeiten am Tag verteilt an einer Aufgabe: Ein Geschenk aus Naturmaterialen zu bauen, für einen Partner, den sie sich in der Morgenrunde ausgesucht haben.

Nach dem Abendessen gibt es in der Abenddämmerung dann die Gelegenheit, die gebastelten Gegenstände auszutauschen. Einzeln treten die Paare vor die Gruppe und schenken sich das Gebaute. Fast alle erklären, warum sie das Stück gebaut haben und was ihre Beweggründe dabei sind. Zum Teil sehr persönliche Wünsche werden mit auf den Weg gegeben.

Unsere Spiri-Einheit endet mit einem stillen Spaziergang über den Platz, der an einem großen Lagerfeuer zur Ruhe kommt.

Tag 6: Bergfest

Es ist Samstag. Es ist die Mitte des Lagers. Es ist Bergfest-Tag!

Das Bergfest wird bei uns immer begleitet von Aufführungen der einzelnen Altersstufen. Dafür haben die Lagerteilnehmer den gesamten Tag Zeit, sich einen Beitrag für den Abend zu überlegen und sich das passende Kostüm zu schneidern. Als zusätzliche Schwierigkeit müssen in den Aufführungen zehn Begriffe vor kommen, die das Lager charakterisieren (und vermutlich auch nur für Teilnehmer des Lagers Sinn ergeben). Unter ihnen zum Beispiel Zeitmaschine, Fuchs, Göttersturz und Laser.

Auch das Lager selbst zeigt sich für das Bergfest von seiner besten Seite. Wir räumen etwas auf und bauen eine kleine Bühne auf, die wir mit Wimpeln schmücken, die in den letzten Workshops erstellt wurden. Ein Luxusbuffet der Küche zum Abendessen rundet den Festtag ab.

Um 20:00 (eigentlich ja um 19:30, aber die Leiter mussten auch noch ihren Beitrag üben; sorry) startet das Bergfest. Die Wölflinge führen ein Theaterstück auf, in dem sie mit Sherlock Holmes auf die Suche nach geklauten Zeitkristallen gehen. Die Juffis zeigen das Theaterstück »Zeitreisen leicht gemacht – oder auch nicht«, das von der ersten Reise der Zeitmaschine von Doktor Funk handelt. Die Pfadis präsentieren Nachrichten aus aller Welt und Zeit. Die Rover führen ein verrücktes Theaterstück auf, das von Fahrrädern, dem Business-Olymp und Wikingern handelt. Die Leiter fehlen natürlich nicht unter den Aufführenden und zeigen ihre Interpretation von Wespside-Story (die Wespas kämpfen gegen die Roborteros).

Alle Stücke sind außerordentlich lustig und eins kreativer als das andere. Wir hatten eine tolle Zeit!
Zu guter letzt wird noch das beste Kostüm des Abends prämiert. Es gewinnen zwei Rover, Simon und Louisa, die per Klatschbarometer demokratisch gewählt werden.

Auch heute endet dieser Abend mit einem Lagerfeuer, das besonders spät noch besucht ist. Kein Wunder: Aus Feiertagsgründen findet das Frühstück morgen später statt. Ausschlafen!

Tag 5: Burg Trifels; Wasser

An Tag fünf unseres Lagers nehmen wir die Einladung Zeus’ an und machen einen Ausflug zu seiner Akropolis. Die Akropolis ist in dem Fall die Burg Trifels, die aus dramaturgischen Gründen temporär ihren Namen wechselte.

Per Bus fahren wir zum Parkplatz am Fuße der Burg und wandern die restlichen Meter zu Fuß. Vor Ort haben wir einige Stunden Zeit, die alte Burg zu erkunden und uns über die reichhaltige Geschichte zu informieren – und die tolle Aussicht zu genießen. Am Nachmittag geht es wieder via Bus zurück zum Platz.

Gerade rechtzeitig sind die Tagesrucksäcke ausgepackt als das angekündigte Gewitter über den Platz hereinbricht (als hätte der Wettergott extra auf uns gewartet). Alle Lagerbewohner verteilen sich auf die Zelte und schauen, dass soviel wie möglich trocken bleibt. Meistens klappt das auch ganz gut – Wöflingszelt und Oase machen aber tiefergehende Bekanntschaft mit dem in diesem Jahr besonders seltenen Sommerregen (der Boden ist besonders trocken…). Auch eine wichtige Erfahrung für das Lagerrepertoire. Nach abgeklungenem Regen und Bestandsaufnahme, hängen wir alle nassen Sachen zum Trocknen auf.

Ein aufregender Tag nimmt auch heute sein Ende mit einem Lagerfeuer, das wegen der feuchten Luftumstände heute in unserem Jurtenzelt stattfindet. Natürlich werden auch hier wieder die Kommentare unter den Beiträgen dieses Sommerlagertagebuchs vorgelesen. Wir alle freuen uns immer sehr über Grüße aus der Zivilisation.