Archiv für den Monat: Juni 2008

Tag 01 – Bau des Lagers, Anreise des Busses

In der Nacht auf Samstag deutete sich an, was wir dann am Samstag sehen konnten: Wir sind auf einem phänomalen Platz.
Der Eingang zum „Blidingsholms Gard“ ist ganz frisch neu gemacht. Helle Steine, sauber und überall süße, schwedische Häuschen.
Ein Stückchen weiter den Weg hinab fanden wir dann unsere Ecke: Platz Nummero 11 ist dich umrandet von Bäumen. Bis zur Toilette sind es drei Minuten, bis zu den Duschen sechs. Die Wiese ist frisch gemäht. Alles hervorragend also.
Neben den im Kreis herum hüpfenden Fröschen und dort, wo gerade kein Mückenschwarm die Luft durchlöcherte, bauten wir schon direkt nach unserem nahhaften Frühstück (Kaffee, Speck, Brot) die Zelte auf. Eigentlich hatten wir andere Aufstellungskriterien: Die Lagerachse musste stimmen, die Zelte im passenden Winkel zueinander richtig aufgebaut werden. Das Auge zeltet schließlich mit!
Die Schlafzelte und das Küchenzelt waren fix aufgebaut, aber unsere Aufenthaltszelte brachten etwas mehr Zeit: Eine Theaterjurte sollte zum Essen und eine Superjurte zum Herumsitzen benutzt werden. Kleine Problem an der Stelle: Wir hatten noch nie eine Theaterjurte aufgebaut.
Aber, kein Problem, ein Pfadfinder kennt kein „kann ich nicht“ und nach ein paar Stunden hatten wir die Zelte stehen.

Gerade als wir das letzte Dreibein der Großjurte fertig aufgestellt hatte, schallte ein Hupen über den Platz. Unser Bus war da.
Wohlerhalten sind alle Kinder auf dem Platz angekommen – 21:45. Macht bei Losfahrzeit von 6:00 knappe 16 Stunden. Alle waren froh, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Das Gepäck schnell zum Platz gebracht, letzte Konstruktionen noch gebaut und um 23:00 machten wir die abschließende Runde für den Tag. Alle waren fix und fertig und um 0:00 war nur noch das leise Singen der Vögel über dem Platz zu hören.
Und irgendwer hat geschnarcht. Sicherlich.

Vielen Dank für alle Kommentare – macht weiter so! Ich werde alle weiterleiten, die es betrifft.

Tag 00 – Die Anreise des Vortrupps

Nach 22 Stunden Fahrt mit Land Rover und Anhänger, über Straßen, über Pfützen, über Wasser (besonders über Wasser!) und dann über die Straßen Schwedens sind wir vom Vortrupp diese Nacht um 1:30 Uhr angekommen.

Die Fahrt war langwierig, aber eine tolle Erfahrung! Wir hatten jede Menge Spaß, besonders, wenn wir beobachteten, wie die uns überholenden Autos ihre Köpfe wendeten und mit erstauntem Blick unser Gespann begutachteten.

Auf der Fähre (die übrigens schlappe 7 Stunden zur Überfahrt brauchte… Wir versuchten uns im Schlafen und Spielen und Lesen) lernten wir Pfadfinder aus Münster kennen. Die sechs Jungs waren auf dem Weg Richtung Stockholm. Auf dem Dach hatten sie zwei Kanus gespannt, mit denen sie dort eine Tour fahren wollten. Pfadfinder überall!

Schwedens Straßen sind entweder riesig und weitläufig (nachts um 22:00 allerdings leer…) oder aber klein und schmal und wendig (noch mehr leer, allerdings war es mittlerweile auch 0:00).

Im Scheinwerferlicht deutete sich an, was wir heute im Hellen schon sehen konnten, nämlich dass…
… an dieser Stelle geht es dann morgen weiter.

Heute Abend erwarten wir den Bus aus Langerwehe, bis dahin stehen die Zelte (5 von 7 tun das bereits). Jetzt werden wir uns an der Jurtenkonstruktion versuchen, ich gehe mal wieder den anderen helfen.
Bis morgen.
Bilder folgen:

Der „Das muss ich für das Sommerlager wissen“-Beitrag

Noch zwei Kreuze müssen wir in unserem Kalender machen, bis wir uns endlich auf den Pfad nach Schweden begeben.

Hier die wichtigsten Informationen zum Lager und -ablauf.

Treffen zum Packen des Busses: 27. Juni, 16:00 Uhr am Jugendheim (dann Thoma). Mit dabei habt ihr euren Rucksack mit Kleidung, euren Schlafsack und die Isomatte (evtl. Schwedenstuhl?). Alles Sperrige, was ihr nicht auf der Busfahrt transportieren könnt

Treffen zur Abfahrt: 28. Juni, 6:00 Uhr am Exmouthplatz. Ihr habt euer Halstuch an und einen Tagesrucksack mit Proviant dabei. Außerdem, wichtig: Gute Laune.

Wir werden dann mit dem Bus und zwei Fahrern nach Schweden fahren. Immer weiter nach Norden, die ein oder andere Fähre, die ein oder andere Brücke nehmen, ehe wir nach hoffentlich einem guten halben Tag ankommen. Plus/Minus, je nach Verkehr und Fährzeiten.

Für die nächsten zwei Wochen zelten wir dann in Blidingsholms Gard.
Wir werden an dieser Stelle ein Tagebuch führen, über das ihr uns auch am aller besten erreichen könnt. Einfach einen Kommentar hinterlassen. Direkt (und persönlicher) könnt ihr mir eine E-Mail schreiben, die ich sicherlich auch einmal täglich beantworten werde. Als Ansprechpartner in Langerwehe zu Hause ist in Notfällen Fr. Herten zu erreichen. Die Nummer findet ihr auf den verteilten Informationsschreiben!
Solltet ihr einen Brief (also so einen zum Anfassen, mit Papier und sowas), eine Postkarte (der Vorgänger zur eCard, die Älteren werden sich noch erinnern) oder sogar ein Paket (nicht nur Amazon kann das) zum Lager schicken, so steht folgend unsere Postanschrift. Bedenkt aber, dass ein Paket nach Schweden mitunter lange unterwegs ist und es uns wahrscheinlich keiner nachsenden wird.

Blidingsholms Gård
c/o Pfadfinder Langerwehe (Platz 11 (Granskog))
Carl-Gustav Gustavson
360 10 Ryd

Zurückkommen werden wir am Abend / in der Nacht des 13. Juli (Sonntag). Wir werden an dieser Stelle bekanntgeben, wann ungefähr mit uns zu rechnen ist.

Sverige!

Sommerlagerupdate

Noch etwas über eine Woche, bis wir den Bus besteigen und in den hohen Norden reisen werden.
Ganz gegen unserer normalen Geflogenheiten ist bereits jetzt schon ein Großteil der Dinge erledigt, die man eben vor so einem Sommerlager erledigt. Trotzdem bin ich mir sicher, dass uns kurz vor der Abfahrt noch das ein oder andere einfällt, was wir bisher nicht bedacht haben — unsere Spontaneität würde ja auch sonst viel zu wenig gefordert!

An den letzten beiden Wochenende haben wir das Material für das Sommerlager zusammengepackt. Neben den Schlafzelten (eckige und runde Zelte in Geschmack „weiß“) und einem Küchenzelt nehmen wir auch unser ganzes Repertoire an Schwarzzelten mit. Das heißt: Ein Großjurtendach und zwei normale Jurten. Zusätzlich leihen wir uns noch eine weitere Jurte aus, so dass wir auch eine Theater- bzw. Ovaljurte aufbauen können. Zusammen mit der Großjurte sollte das einen hübschen Aufenthaltsbereich geben.

In der letzten Gruppenstunde haben Robert, Sinan und ich dann auch die Festzeltgarnituren beschriftet. An der Unterseite sitzt jetzt stolz unser Stammeslogo und in der Mitte die Adresse unserer Internetseite. Niemand kann also behaupten, er wisse nicht, von wem die Bänke sind.

Unser Vortrupp wird einen Tag vor der Abfahrt des Busses nach Schweden aufbrechen und dort oben die Wälder und Wiesen schonmal auf die Ankuft der Langerweher vorbereitet. Wir möchten ja nicht, dass der Wald vor lauter Überraschung noch wegläuft.