Archiv für den Monat: Juli 2007

Gilwellparkadventure: Jamboree-Tagebuch 30. & 31. Juli 2007

Nach zwei Tagen endlich wieder Neuigkeiten aus England:

Gestern war im wahrsten Sinne des Wortes „Trash“ angesagt! Die Aktion sollte daraus bestehen, etwas ueber Muell und Recycling zu erfahren, stellte sich jedoch leider als eher langweilig und nicht informativ raus… Wir nutzen die Zeit dann einfach fuer Streifzuege auf dem Subcamp.

Heute war das erste Mal ein „off site“ Programm, das Gilwellpark-adventure. Wir erwarteten Uebles wie Wettrennen durch kniehohen Matsch und wahnsinnig ermuedendes Klettern ueber haushohe Waende, besonders, da wir morgens bereits um 6 Uhr aufstehen mussten…Dem war jedoch nicht so. Eine Challenge, die zwar anstrengend aber spassig war und genuegend Pausen zwischen den 4 Stationen (Discovery, Mountain and Motion, Challenge Valley und Scouting Skills). Alles in Allem zwar schweissauftreibend aber lustig.

Maren goes Hollywood! Der WDR hat es zwar erst heute Abend geschafft uns zu besuchen, aber gab sich sehr interessiert und filmte uns beim mexikanischen Essen!

Morgen ist Sunrise Day und wir werden mit euch gemeinsam, zumindest in Gedanken, in der Arena mit allen Teilnehmern fruehstuecken. 

Lisa und Johanna

WDR im Lager – Langerweher Maedels sind Hollywood’s Zukunft!

So, das Fernsehen war eben da und ich ueberbruecke gerade nur kurz die Zeit, die mein Handy zum Laden braucht, um euch ein paar Zeilen zu schreiben.

Es wird nicht direkt ausgestrahlt, sondern ist wohl Teil einer Pilot Sendung zu einer Sendung, die „Dellings Woche“ heissen wird, oder so aehnlich. In deren Rahmen wird auch ein Beitrag zu BP gezeigt und ein beruehmter Pfadfinder soll eingeladen werden und… jetzt haltet euch fest: auch wir sollen mit Kluft ins Studio kommen. Andi – schmeiss die Kluft schon mal in die Waschmaschine deiner Mama! *g*

Wir sollen dann uebernaechste Woche  nach Koeln ins Studio (vielleicht kommt ja Harald Schmidt, oder Thomas Gottschalk, oder aber Guenter Jauch???). Es handelt sich uebrigens um den Fussball-Delling… mal sehen, was das wohl werden wird.

Morgen begleiten sie uns dann auch noch den ganzen Tag und Maren hat staendig ein Mikrophon am Halstuch. Interessant das alles! Ehrlich!

WIR KOMMEN INS FERNSEHEN! *Spass*

 

Heute der Tag war uebrigens sehr geil, aber auch anstrengend und heiss (aber ich will mich ja nicht ueber das Wetter beschweren! Besser so, als nass). Der Gilwellpark hatte wegen der heissen Sonne keinen Schlamm, aber umso mehr Staub fuer uns parat, da haben die Maedels aber eben auch was zu geschrieben… mal sehen, ob ich das finde ;)

 

Mehr morgen abend. Da ist auch mehr Zeit fuer Fotos und so weiter. Nachdem ich gemerkt habe, dass wir so viele Lahnsteiner Leser haben (danke fuer die ganzen lieben Gruesse an alle!), werde ich auch mal ein paar Bilder der Jungs online stellen ;)

 

Bis morgen!

Eure Susanne

 

01.08.

Sitzen gerade im Internetcafe und laden fleissig Bilder fuer euch hoch. Hier zwei vom Kamerateam, das gestern und heute mit dabei war (einmal beim Spuelen gestern und dann heute bei der Sunrise-ceremony).

Videoplagiat: Is this the way to EuroJam

Skandal!
Skrupellose Teilnehmer des EuroJams (Europa-Variante des Jamborees, das letzte war eine Art Test zum großen Bruder) plagaiieren unser über alle Grenzen bekanntes und beliebtes „Is this the Pfad to Amarillo“-Video aus dem letzten Sommerlager (2006!)!
Etwaige anderslautende Berichte der Medien sind falsch und frei erfunden.

Keinesfalls kann es sich um einen Zufall, eine gleiche Idee oder Ähnliches handeln. Beweis? Wir fingen in einem Klocontainer an. Der Klocontainer kommt in der Plagiatsvariante erst nach einer halben Minute!

Und nur, weil da ein, zwei Pfadfinder mehr mitmachen und darunter so eine Persönlichkeit wie Eduardo Missoni, Pfadfinderoberhaupt des WOSM, ist, heißt das nicht, dass der Klau unerwähnt bleiben darf.

Doch überzeugt euch selber:

Und hier nochmal zum Vergleich unser Original:

Online-Tagebuch Jamboree – 27. & 28. Juli 2007

Wir sind angekommen, die Jurtenburg ist aufgebaut und die Opening-Ceremony haben wir auch schon hinter uns gebracht :)

Ich habe gestern so oft gedacht „Das musst du schreiben und jenes nicht vergessen…“ und jetzt ist schon soviel passiert, dass ich gar nicht weiss, was ich schreiben soll…

Ich sitze gerade im Internetcafe im Adult-Hub, kaempfe mit der englischen Tastatur und ueberlege, ob das Maedel neben mir vielleicht Franzoesin ist, weil ihr Halstuch diese Farben hat…

Das Wetter (vielleicht fange ich damit einfach mal an) ist uebrigens grossartig! Viele Wolken, aber auch viel Sonne und jede Menge Wind. So dass ich gar nicht gemerkt habe, dass ich mir einen kleinen Sonnenbrand geholt habe, aber gerade beginnt mein Gesicht schon zu brennen…

Eben bei der Opening ceremony waren unglaublich viele Leute anwesend. Wir haben viele Fotos gemacht und versuchen sie nacher online zu setzen (dafuer muessen wir ins deutsche Headquater). Prince William hat das Jamboree offiziell eroeffnet, aber dabei leider gar nichts gesagt. Und er war auch so weit von uns weg, dass alle Muetter sich wieder entspannen koennen – die Maedchen hat er nicht einmal erkennen koennen ;)

Wir werden staendig von anderen Pfadfindern angesprochen: „Where are you from?“ und sofort werden Aufnaeher verteilt und Visitenkarten ausgetauscht. Eben hatte ich eine Klammer an meinem Halstuch klemmen auf der steht „Find me 071“ und auf der anderen Seite „UK Nottingham“. Die Klammer war von Ali, einer Leiterin aus Nottingham, die mich demnaechst mal auf unserem Platz besucht.

Hier gibt es jede Menge Regeln zum Kinderschutz. So gibt es getrennte Duschen und WCs fuer Erwachsene und Kinder (maennlich und weiblich sind natuerlich auch getrennt) und das Aufnaeher-Tauschen „Swoppen“ darf auch nur unter Leitern und unter Kindern geschehen.

Gestern haben wir einen Jungen getroffen, der mit einem Schild „Hugs for free“ rumlief und jeden umarmt hat. Dann haben wir noch kurz „Black Magic“ besucht – DER WAHNSINN! Aus jede Menge Schwarzzeltplanen eine Mega-Burg gebaut, deren Dach rund ist und aussieht wie ein Fussball! Unsere kleine Burg ist schon eine Attraktion, und da bleibt allen nur noch der Mund aufstehen (auch uns). Innen gibts einen Biergarten (mit Karamalz). Alle anderen Laender zelten in kleinen Nylonzelten, manche davon mit extra Jamboreedruck *sponsored by…*.

Die Finnen tragen blau-weisse Kaeppis, die Schotten ihre Kilts…

So weit erstmal. Spaeter folgen Fotos!

Liebe Gruesse nach hause!

Eure Susanne

29.07.2007

Hier jetzt die Bilder zu gestern:

Dürener Zeitung: Pfadfinder reisen zum Welttreffen

In der letzten Gruppenstunde vor dem Jamboree hat Herr Holthoff von der Dürener Zeitung unsere Pfadfinderinnen besucht.

Vielen Dank für diesen Artikel aus der Dürener Zeitung vom Donnerstag, 26. Juli 2007, Seite 13.

Auf nach London: Pfadfinder reisen zum Welttreffen heißt es auf der Titelseite:

Jamboree Zeitungsartikel Titelseite

Zeitungsartikel Jamboree großer Texte
(Bild durch anklicken vergößern)

Mit weichen Knien fiebern sie dem Welttreffen entgegen

Pfadfinderstufe des DPSG-Stammes Langerwehe bis 8. August in England. Zeltstadt für 50 000 Jugendliche. Viele Aktionen.

Von unserem Redakteur
Norbert Holthoff

Langerwehe/Chelmford. Zurück zu den Wurzeln: Nach England, wo Pfadfinder vor genau 100 Jahren ihr erstes Sommerlager aufschlugen, zieht es jetzt die Pfadfinderstufe des Stammes Langerwehe der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Sieben Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren fiebern unter Leitung von Susanne Wolff dem Welttreffen in Chelmford entgegen. Fiebern, weil sie erstmals am nur alle vier Jahre stattfindenden „Jamboree“ teilnehmen und erstmalig als Gruppe ins Ausland reisen. Speziell zwei von ihnen haben schon weiche Knie, wenn sie nur ans Fliegen denken . . .
Freitagfrüh geht’ s von Köln/Bonn über den Kanal nach London-Stansted, von da per Bus in die Grafschaft Essex. Dort wird die riesige Zeltstadt aufgebaut, die rund 40 000 Pfadfinder aus aller Welt, allen Kulturen und Religionen sowie rund 10 000 „Tageskollegen“ beherbergt. „Bestimmt 1,5 Kilometer ist das Areal groß“, schätzt Susanne Wolff, als sie den „Stadtplan“ vor Maren Kampmann, Johanna Schneider, Verena Rheinberg, Alina Al-Athmneh, Katharina Cremer, Lisa Lehnen und Michaela Zachos ausbreitet.
25 mal 15 Meter misst die RaRasenscholle, auf der die Langerweherinnen ihre „Juteburg“ errichten:
spezielle Schwarzzelte, die in bestimmter Art miteinander verknüpft werden. „Dafür sind wir bekannt, eine Attraktion für die anderen.“ Das alles klappt natürlich nur, wenn die längst im Container verschifften Zelte auch pünktlich landen.
Wer ihre Nachbarn sein werden, ist bereits klar: Polen, Engländer, Südafrikaner, Niederländer und Brasilianer. Susanne Wolff: „Es geht ja auch darum, möglichst viele Fremde kennenzulernen.“ Nach zwei Aufbau- und Orientierungstagen winkt der übliche Lageralltag:

„Spül- und Toilettendienst, Kochen, Müllentsorgen“, zählt Maren auf. Doch das allein wäre zu simpel für ein Welttreffen: Gemeinsame Aktionen bestimmen den Tagesablauf. Johanna weiß vom „splash“, bei dem es aufs Wasser geht, Verena von „trash“, der sich um umweltbewusste Abfallentsorgung dreht, Katharina vom Abenteuer- und Erlebnisparcours; eine Visite im „global develop village“ ist Pflicht, wo sich Pfadfinder für Menschenrechte und Frieden einsetzen.
Natürlich wollen die Langerweherinnen auch eine andere Stärke ausspielen: Mit Ideenreichtum und Spontaneität ihre Nachbarn im „subcamp“ überraschen. „Das macht ammeisten Spaß!“ Näheres verrät sie Susanne natürlich nicht: „Es ist ja spontan!“ Ansonsten ist die „Führerin“ sicher, dass sich die Teilnehmer des Welttreffens „von Tag zu Tag mehr vermischen“. Gespannt sind die jungen Damen, die eigens für diese Tour eine neue Kluft bekamen, auf buddhistische und jüdische Messen. In der Mitte des Treffens der Höhepunkt: „Der 1. August wird als sunrise-day weltweit von allen Pfadfindern gefeiert. Mit dem Sonnenaufgang erneuern wir alle unser Versprechen“, erläutert Susanne Wolff.

„Wir verständigen uns in Englisch und Französisch, mit Händen und Füßen. Zur Not malen wir mit einem Stock in den Sand, was wir meinen.“ Susanne Wolff

Für ihr vermutlich einmaliges Erlebnis haben die Acht mehr als ein Jahr geschuftet, um ans nötige Kleingeld zu kommen: „Rent a Pfadi-Aktionen“ nennen sie das. Verkauf selbst gebackener Kuchen und anderer Köstlichkeiten, kellnern auf Geburtstagen und vieles mehr. Immerhin kostet die jungen Leute der Spaß über 1300 Euro . . .
Wer die Pfadfinderinnen auf ihrem Trip virtuell begleiten möchte, kann ihr Tagebuch aufschlagen unter www.dpsg-langerwehe.de mit dem Link jamboree-online.

Übrigens: Den Artikel gibt es auch online:

Zeitungsartikel online

Zeitungsartike online Foto

Viel Spaß im Jamboree!