Den ersten Sonntag unseres Lagers verbrachten wir zum größten Teil weiter mit dem Aufbau. Die gemeinsamen Bereiche wurden gebaut, Zelte komplettiert, das Material in der Großjurte aufgeräumt. Die Pfadis waren immer noch auf Hike und es kündigte sich an, dass sie erst am Abend am Zeltplatz ankommen würden. Also beschlossen wir, schon mal ein paar Zelte für sie aufzubauen. Zwischendurch konnten wir tatsächlich etwas Sonne erhaschen. Ein paar Regenschauer waren allerdings auch dabei.
Am Abend dann kamen die Pfadis von ihrer Hike-Radtour zurück. Heute hatten sie einige Kilometer gemacht und waren entsprechend kaputt. Natürlich gab’s noch was zu Essen, bevor sie so richtig am Lagerplatz ankommen konnten.
Sandro schaffte es am Abend tatsächlich, mit dem ausgeliehenen, feuchten Brennholz der Nachbarn ein Feuer zu entzünden, so dass wir den Tag mit unserem ersten Lagerfeuer ausklingen lassen konnten.
Der Montag startete ausnahmsweise mal mit Regen. Aber nicht irgendeinem Regen, nein, dieses mal bekamen wir die Intensivkur. Für einige Stunden regnete es in unterschiedlichen Intensitäten. So lange und so stark, dass wir unsere Kleidung in den Zelten in Sicherheit bringen mussten, da sich kleine Bäche durch unser Lager bildeten. Die Einsatztruppe PFADFINDER leistete allerdings gute Arbeit und konnte nach dem Regen keine Verluste ans Wasser verzeichnen.
Nach dem Regen konnten wir aber auch die etwas unterhaltsamere Seite des Regens kennenlernen. Im Lager hatte sich eine große Pfütze gebildete, die Sinan und Daniel mit ihren Skim-Boards befahren konnten. Spaß für die beiden — und auch für uns. Auf dem Nachbarplatz hatten die Jurten des dort zeltenden, aber heute nicht anwesenden Stammes das Unwetter nicht so gut überstanden. Zufällig sahen wir das und halfen ganz pfadfinderisch mit Nottrockenlegen der durchgeweichten Schlafsäcke.
Eigentlich war für den Nachmittag noch ein weiteres Unwetter angekündigt. Wir bereiteten alle Eventualitäten vor — aber das Unwetter blieb aus. So konnten wir weiter am Lager bauen: Die Oasen-Jurte wurde aufgebaut und auch der Bannermast wurde bis in die Nacht erstellt.
Karsten, Tobias und Simon waren heute angekommen und brachten trockenes Feuerholz mit, so dass wir auch diese Nacht mit einem großen Feuer ausklingen lassen konnten. Tatsächlich kamen am Abend auch noch Nachbarstämme vorbei; unter anderem der, dessen Lagermaterial vom weiteren Wasserdurchnässen gerettet hatten. Unwetter verbindet.

























































































